Samstag, 31. Mai 2014

Aurelianische Mauer

Damit ihr euch das Innenleben der Aurelianischen Mauer besser vorstellen könnt, habe ich mal eine aufgeschnitten:

Freitag, 30. Mai 2014

Kirchenquiz-Spezial

Die großen Portale des Petersdoms sind kunstvoll gestaltet und zeigen oft bedeutende Szenen der Kirchengeschichte. Die hier fotografierte Tür stellt Ereignisse des Neuen Testamentes dar. Der geneigte Leser darf sein theologisches Wissen zeigen und herausfinden, welche Szenen unten fotografiert wurden.



Mittwoch, 28. Mai 2014

Caracalla-Thermen: Details

Bevor wir uns demnächst wieder dem Petersdom zuwenden, noch einmal ein kleiner Abstecher in die Antike mit einigen Detailansichten der Caracalla-Thermen:




Dienstag, 27. Mai 2014

Das Kellion ist ...

Ein Altvater sprach: Das Kellion eines Mönches ist jener Feuerofen Babylons, in welchem die drei Jünglinge Gott fanden, es ist die Wolkensäule, aus der Gott zu Moses sprach.

Weisung der Väter, Spruch 1150.

Montag, 26. Mai 2014

Stabilitas loci

Ein Altvater sagte: Wie ein Baum keine Früchte bringen kann, wenn er zu oft versetzt wird, ebenso kann ein Mönch, der oft umherzieht, keine guten Früchte bringen.

Weisung der Väter, Spruch 1148.

Sonntag, 25. Mai 2014

Humor am Sonntag

Aus einem Bewerbungsgespräch:

Prüfer: Julius Cäsar, schon mal gehört? Wer war das eigentlich?
Azubi: Hat der nicht Jesus hinrichten lassen, so mit Bibel und so kenn ich mich nicht aus, bin evangelisch.

Samstag, 24. Mai 2014

Byzantinisches zur Entspannung

Weil ich heute etwas unter Stress stehe, für mich und für alle, denen es genauso geht, mal wieder was entspannend musikalisches:


Donnerstag, 22. Mai 2014

Rote Ampeln interessieren mich nicht - zur Exkommunikation von Martha Heizer

In Österreich ist die örtliche Vorsitzende von "Wir sind Kirche", Martha Heizer, wegen der Simulierung der Eucharistiefeier mit der Exkommunikation belegt worden. Das findet Frau Heizer natürlich total unfair und versteht als Pädagogin weder den Sinn einer Exkommunikation noch den Unsinn ihrer Anklage gegen die Kirche.

Exkommunikation ist eine schlimme Sache. Sie bedeutet den Ausschluss von den Sakramenten aufgrund eines schweren Vergehens. Exkommunikation ist aber auch eine Besserungsstrafe. Es geht nicht darum, jemanden für immer von der Kirche auszuschließen, sondern durch das Verdeutlichen einer roten Linie zur Einhaltung der kirchlichen Regeln aufzurufen. Wer sein Fehlverhalten einsieht und gelobt, in Zukunft anders zu handeln, der kann hoffen, dass die Exkommunikation bald aufgehoben wird. Denn glücklich ist mit einer solchen in der Regel niemand, auch nicht diejenigen, die sie aussprechen.

Regeln gelten nur, wenn sie Heizer interessieren

So ist es auch beim Fall von Martha und Gert Heizer. Die Vorsitzende von "Wir sind Kirche" in Österreich. Besonder Frau Heizer gehört zu den profiliertesten Gestalten des progressiv-renitenten Katholizismus und ist nicht dafür bekannt, besonders aufmerksam auf Rom zu lauschen, wenn ihr die Aussagen des Vatikans nicht gefallen. Daher setzt sie sich auch mal gerne über Regeln hinweg. Dazu gehörte auch über mehrere Jahre die Simulation von Eucharistiefeiern in ihrem Privathaus mit mehreren Gläubigen. Das sie das nicht durften, wussten die Eheleute Heizer und es war ihnen, mal wieder, mit Inbrunst egal.
Den kirchlichen Stellen war es das aber nicht und sie leiteten ein Verfahren gegen das Ehepaar ein. Dessen Ergebnis liegt jetzt vor und lautet auf Exkommunikation aufgrund eines schweren Tatbestandes. Der Bischof kam persönlich, um den beiden das Dekret zu übergeben.

Wegen Missbrauch darf jetzt jeder alles

Wie nicht anders zu erwarten, war dem Ehepaar auch das Dekret egal. Wobei, nicht ganz. Sie haben sich natürlich darüber aufgeregt und dann erklärt, es sei ihnen schnuppe. Genauer gesagt, dass sie es nicht akzeptieren würden. Offenbar scheinen die beiden der Meinung zu sein, sich an gar keine Regeln halten zu müssen, denen sie nicht selber aktuell zustimmen und das sie auch daher nicht bestraft werden könnten. Damit das ganze aber etwas griffiger klingt, klagen sie gleich, dass sie exkommuniziert würden, Missbrauchstäter aber nicht. Das Missbrauchstäter nicht erklären, sie würden gleich den nächsten Jungen missbrauchen und Rom könne sie mal, übersehen die beiden damit. Richtig an der Kritik ist natürlich, dass die Kirche zu lange zu wenig gegen Missbrauch vorgegangen ist. Aber jetzt zu erklären, deswegen dürfe man sie nicht exkommunizieren, entspricht folgender Logik: Weil ich noch nie gesehen habe, dass jemand wegen des Überfahrens einer roten Ampel seinen Führerschein verloren hätte, deswegen darf ich über rote Ampeln fahren, so viel ich will und behalte meine Führerschein, egal, was die Polizei sagt.

Keine Besserung in Sicht

Das bedauerliche an der ganzen Sache ist dabei aber vor allem, dass die beiden den Charakter der Exkommunikation ad absurdum führen. Denn es handelt sich um eine Besserungsstrafe, die zur Einsicht und zum Einstellen des Tatbestandes führen soll. Nun scheinen aber die beiden weder zur Einsicht zu kommen, noch der Meinung zu sein, sie müssten sich in Zukunft anders verhalten. Im schlimmsten Fall rennen die beiden ins nächste Pontifikalamt und klauen dem Bischof die Hostie aus der Hostienschale, um damit stolz wie Bolle durch den Mittelgang zu marschieren - so geschehen einmal bei (Bischöfin) Mayr-Lumetzberger. So bleibt wohl nur zu sagen: Der Papst will die Menschen verändern, Frau Heizer die Kirche. Denn das letztere ist ja einfacher, da man sich selber nicht in Frage stellen muss.

Heute mal ein russisch-orthodoxer Gesang

Mittwoch, 21. Mai 2014

Impressionen des Petersdomes

Im Rahmen meines Rombesuches war ich natürlich auch im wichtigsten Gebäude der Stadt: Dem Denkmal für die Befreiung Roms vom Kirchenstaat und der Wiedereingliederung in den Italienischen Staat, dem meiner Meinung nach schönsten Gebäude der Stadt.

Und wer jetzt noch nicht vom Stuhl gefallen ist, der wird natürlich den Humor erkannt haben. Es geht natürlich in diesem Post um den Petersdom, von dem ich ein paar Innenansichten gemacht habe. Die sind aufgrund der Lichtverhältnisse natürlich nicht so super geworden, aber trotzdem ganz gut für mich als Laien, wie ich finde.
 
Dem aufmerksamen Leser fällt dabei im Bild zwei auf, dass die Leuchter neben dem Confessio Altar stehen. Die haben sie nämlich gerade runtergestellt, als ich kam. Wieso genau, weiss ich leider nicht. Ich habe ja zwei Thesen: 1. weil sie da was sauber machen wollten - was ich aber nicht mehr mitbekommen habe. 2. weil sie die Goldleuchter für die Karwoche gegen Silberne getauscht haben.

Das dritte Bild zeigt die Kapitelskapelle des Petersdomes, gegenüber der Sakramentskapelle gelegen. Leider ist die aber immer abgesperrt, deswegen konnte ich nur zwischen den Gittern hindurch das Foto machen. Auf der gleichen Seite, gleich hinter dem Eingang in die Basilika steht das Taufbecken. Wer sein Kind da taufen lassen möchte, muss sich an die Verwaltung des Petersdomes wenden, dort kann man einen Termin für die Taufe an diesem Becken ausmachen.





Dienstag, 20. Mai 2014

Montag, 19. Mai 2014

Abbas Philemon

Neben vielen geistlichen Schriften enthält die Philokalie auch einige erbauliche Biographien. Unter anderem die von Abbas Philemon, die uns das Ideal eines strengen Asketen und großen Eremiten vor Augen stellt:

Man sagte vom Abbas Philemon, dem Anachoreten, daß er sich in einer Höhle eingeschlossen hatte, die nicht weit entfernt war von der sogenannten Laura der Römer, und in den Kämpfen der Askese ausharrte, wobei er seinem Denken jenes Wort vorsagte, das (auch) der große Arsenios angeblich zu sich selbst gesprochen hatte: "Philemon, warum bist du ausgegangen?" Er verharrte also in der Höhle geraume Zeit, wobei er Stricke herstellte und Körbe flocht, die er dem Ökonom aushändigte, um von ihm kärgliches Brot zur Nahrung zu erhalten. Er aß nämlich nichts als Brot und Salz, und dies Tag für Tag. Darum sorgte er in keiner Weise für sein Fleisch, sondern widmete sich der Beschauung und erhielt dadurch Zugang zur göttlichen Erleuchtung. Und so wurde er in die unaussprechlichen Mysterien eingeweiht und verweilte in der Freude. Ging er am Samstag und Sonntag in die Kirche, lief er allein und gedankenversunken einher, ohne es jemandem zu gestatten, sich ihm zu nähern, damit sein Geist nicht von der Tätigkeit abgelenkt werde, welche er betrieb. In der Kirche aber stand er in der Ecke, drückte ein Antlitz zu Boden und vergoß Ströme von Tränen; denn er befand sich unaufhörlich in Trauer, hatte stets das Gedenken des Todes und das Vorbild der heiligen Väter vor Augen, vor allem jenes des großen Arsenios, in dessen Fußstapfen er zu treten bestrebt war.


Philokalie, Band 2.

Sonntag, 18. Mai 2014

Altrömische Musik - Dominus regnavit

Neben dem gregorianischen Choral gab es im Mittelalter noch weitere Musiktraditionen für den kirchlichen Gesang, z.B. den mozarabischen, den altrömischen oder den ambrosianischen Choral. Allerdings sind von diesen vielen Traditionen, die oft mit einer eigenen Liturgie verbunden waren, die meisten vom gregorianischen Choral verdrängt worden. Nur der ambrosianische Choral hat im Gebrauch überlebt, der mozarabische wird selten in Zentral- und Südspanien aufgeführt. Nicht mehr liturgisch verwendet wird hingegen der altrömische Stil, der nur von wenigen Ensembles beherrscht wird, die ihn mühsam aus den vorhandenen Quellen rekonstruieren. Eine der bedeutenderen Gruppen in diesem Bereich ist das Ensemble Organum, zur Internetseite hier. Ohne groß Ahnung von musikwissenschaftlichen Studien zu haben, finde ich ihre Interpretationen auch schön und eine Ergänzung zum klassischen gregorianischen Choral. Hier mal ein Beispiel:


Samstag, 17. Mai 2014

Samstäglicher Newsticker

Rom: Der Vatikanist Umberto Santa-Apostola hat vor einer Verschwörung gegen Papst Franziskus gewarnt. Die Absage von Audienzen sei ein sicheres Signal, das die Benedikt-Kamarilla um Kardinal Bertone und Erzbischof Gänswein den Papst vermittels vergifteten Mahlzeiten zuerst krank machen und dann von den reformwilligen Kräften in der Weltkirche isolieren wollten, um einen restriktiven Kurs durchzusetzen. Daher müsse die Krankenakte des Papstes offen gelegt und Gruppe reformfreudiger Journalisten als ständige Begleitung des Papstes eingerichtet werden.

New York: Der Gemeindeverbund "Baptists of the Holy Inspiration and the Grace of our Faith" hat gegen den Gemeindeverbund "Jesus is only our Saver" geklagt. Dieser hat in seiner Zeitschrift behauptet, Jesus habe dem Gemeindeältesten in einer Inspiration offenbart, alle Mitglieder der Gemeinschaft kommen direkt in den Himmel, wenn sie nur ganz fest daran glauben und ein Ei an jedem Osterfest essen. Dagegen protestiert der BotHIatGooF, Jesus habe ihnen in einer Inspiration versichert, allein zu ihrem Gemeindeältesten direkt zu sprechen. Das Gericht urteilte, das keine willentliche Falschaussage der JiooS vorliege, da diese tatsächlich glauben würden, Jesus habe zu ihnen gesprochen. Das Gericht könne nicht beurteilen, welche Inspiration wirklich zutreffend sei, empfahl den Streitenden aber, sich an eine geeignetere Stelle zu wenden. Auf Nachfrage der Redaktion teilte die römische Glaubenskongregation mit, die BotHIatGooF habe sich bereits fernmündlich zu diesem Thema mit ihr in Verbindung gesetzt.

Wien: Die Unterstützerorganisation des Life Balls "Für alle das Gleiche" hat sich gegen Kritik von medizinisch-psychiatrischer Seite an Plakaten gewehrt, die als anstößig empfunden werden. Man sei sich bewusst, dass besonders Kinder durch diese Plakate verstört werden könnten. Das sei aber auch beabsichtigt, denn nur wenn die Kinder schon möglichst früh einen solchen heilsamen Schock erleiden würden, seien sie als Erwachsene bereit, die Ziele des Life Balls zu tolerieren und zu unterstützen. Im Sinne eines offen-aufgeklärten Miteinanders sei ein kurzfristiger Schaden daher in Kauf zu nehmen. 

Limburg: Die Gruppe Wir-sind-Kirche-und-ihr-nicht hat gegen die Sanierungspläne des Limburger Priesterseminars ausgesprochen: "Natürlich muss man ein denkmalgeschütztes Gebäude erhalten. Aber kann man die Sanierung der Trutzburg des Klerikalismus für umsonst durchführen und die fünf Millionen in eine Stiftung zur Unterstützung hauptamtlicher Kirchenkritiker stecken?"

Donnerstag, 15. Mai 2014

Familienbischof Tebartz-van Elst

Vor einiger Zeit kam ja im Rahmen der Familienumfrage des Vatikans raus, dass - oh Wunder! - die Menschen sich mehr positiven Einsatz der Kirchen für die Familien wünschen und gerade die Förderung von stabilen Familienverhältnissen durch dieselbe schätzen. Wobei stabil vieles bedeuten kann, solange man den Partner nicht monatlich wechselt und "Verantwortung füreinander" übernimmt. In diesem Zusammenhang habe ich mal ein Video ausgegraben für meine neue Reihe: Tebartz-van Elst hat nicht nur gebaut. Der Mann war nebenbei Familienbischof und hat ein interessantes Interview zu dem Thema gegeben, passenderweise in der schönen Kulisse des festgeschmückten Domes:


Mittwoch, 14. Mai 2014

Caracalla-Thermen Vol. 2

Wer einen Eindruck von der Monumentalität antiker Badekultur bekommen möchte, der kann die Caracalla-Thermen besuchen. Sie sind als archäologische Stätten zugänglich, natürlich mit Eintritt. Das und ihre Lage etwas abseits des Zentrums führen aber dazu, dass es hier weniger Beucher gibt als in den Touri-Zentren, in Rom eine sehr angenehme Lage. Umso gewaltiger wirken die Ruinen, die immer noch beeindrucken und eine Ahnung von dem Gebäude geben, das hier einst gestanden hat.





Dienstag, 13. Mai 2014

Thermen des Caracalla

Die Caracalla-Thermen, auch Thermae Antoninianae genannt, gehörten zu den größten öffentlichen Bädern Roms. Sie sind heute die letzten der alten Thermengebäude, die vollständig als archäologische Stätten begehbar sind, da sowohl die Nerothermen als auch die Trajansthermen aus dem Stadtbild verschwunden und die Diokletiansthermen teilweise für andere Zwecke genutzt wurden - nebenbei für eine sehr beeindruckende Kirche, die den alten Reichtum der antiken Thermenanlagen erahnen lässt.

Wer vom Zentrum Roms zur Via Appia geht oder von derselben wieder zurück nach Rom kommt, für den bietet sich eine kleine Visite in den Thermen an. Nicht weil man da heutzutage so schön den römischen Staub von den Füssen waschen, sondern weil man frei über das weite Areal flanieren kann. Und wenn nicht gerade eine Touri-Gruppe da ist, hat man da aufgrund ebenjener Großzügigkeit auch viel Ruhe.

Wer Zeit hat, der kann die Thermen aus zwei Perspektiven besichtigen. Einmal von innen und einmal von außen. Das funktioniert, indem man einfach einmal um sie herumgeht und dabei einen tollen Blick von oben auf die Anlage hat. Aus letzter Perspektive sind diese Bilder geschossen. Der Rest folgt beim nächsten mal.



Freitag, 9. Mai 2014

Quiz: San Giovanni in Laterano

San Giovanni in Laterano muss, denke ich, nicht groß vorgestellt werden. Daher heute nur eine kleine Quizfrage: Welches Gebäude ist auf dem ersten Bild zu sehen und warum ist es für die Laterankirche so wichtig?




Ich habe die zweite Frage oben nicht klar genug gestellt, deswegen nochmal hier unten: Richtig, oben ist das Baptisterium von San Giovanni zu sehen. Nun zur Frage: Warum ist dieses Baptisterium für diese Kirche so wichtig?

Donnerstag, 8. Mai 2014

Zwischen der Aurelianischen Mauer und den Caracallathermen

Wer von San Sebastiano die Via Appia zurückgeht, dem ist der Weg über die Callixtus-Katakombe angeraten, da dieser Weg deutlich schöner und entspannter ist. Allerdings muss man dennoch einen kurzen Weg an der eigentlichen Straße entlang gehen. Leider deswegen, weil man dabei mehr Gebrauchtwagenhändlern und verlassenen Restaurants begegnet als Kunst und Kultur.

Besser wird es dann ab der Porta San Sebastiano. Dort hindurchgehend begegnet man gleich einem alten Tor, das früher wohl einmal Teil einer Mauer war, heute aber alleine in der Landschaft herumsteht und mit seinen restlichen Marmorschmuck zum sinnieren über Vergangenes einlädt. Von hieraus geht man die Via di Porta San Sebastiano hinauf. Ähnlich wie die Via Appia ist auch sie von zwei Mauern umrahmt, es wirkt hier aber weniger gedrückt. Zum einen, weil hier kein Bus und kaum Autos fahren, zum anderen weil die niedrigeren Mauern die Gärten der ganz armen Römer erahnen lassen, die hinter diesen Mauern liegen. Die eine oder andere Garage oder ein Balkon auf der Mauer lockert das Bild zudem auf. Hier gibt es auch eine archäologische Ausgrabungsstätte, natürlich zu, als ich kam.

Wenn sich der Blick dann langsam öffnet, begegnet man zum Abschluss der idyllischen Strecke einer einzelnen Granitsäule mit Stern und Kreuz gegenüber der Kirche San Cesareo in Palatio. Wer diese Kirche besichtigen möchte, der sollte den Weg am Sonntag gehen, weil sie nur an diesem Tag zur Messe regulär geöffnet ist. Besonders Freunde des Hl. Johannes Pauls II. können sich zu dieser Kirche auf den Weg machen, da San Cesareo seine Titelkirche als Kardinal war.





Mittwoch, 7. Mai 2014

Tebartz-van Elst in Maria Vesperbild

In den letzten Monaten hätte man den Eindurck gewinnen können, dass Franz-Peter Tebartz-van Elst sich seit Amtsantritt nur mit dem Bau des Bischofshauses und der Tyrannisierung unschuldiger Priester und Pastoralreferentinnen beschäftigt hätte. Dabei hat er neben seinem gewaltigen Arbeitspensum im Bistum auch so manche Aufgabe außerhalb wahrgenommen. Leider sind davon nur wenige Dokumente übrig geblieben. Eines habe ich hier gefunden. Da war die Suppe schon kurz vor'm überkochen, dennoch hat sich der Bischof Zeit genommen, in Maria Vesperbild die Messe zu halten und auch noch kurzes Interview zu geben:


Montag, 5. Mai 2014

Zwei Arten der Ehrsucht

Abbas Johannes sprach: Die Ehrsucht ist ein großes und gefährliches Laster, das auch einem Vollkommenen von seiner Höhe herunterstürtzen kann. Darum bitte ich euch vor allem, hütet euch davor! Es gibt zwei Arten dieses Lasters: Manche Neubekehrte meinen, wenn sie den Armen in guter Absicht Geld geben oder wenn sie einige Zeit lang mäßig gelebt haben, daß das schon etwas Besonderes sei. Sie sollten es aber vielmehr so auffassen, als hätten sie etwas Hinderliches von sich geworfen, und sich deswegen nicht für besser halten als jene, die sie beschenkt haben. Die andere Art der Ruhmsucht besteht darin, daß jemand, der zu hoher Tugend gelangt ist, dies nicht ganz Gott zuschreibt, sondern seinen eigenen Mühen und seinem eigenen Streben. Und während er den Ruhm bei den Menschen sucht, verliert er den bei Gott. Darum, geliebte Söhne, wollen wir mit aller Kraft dieses Laster der Ehrsucht meiden.

Weisung der Väter, Spruch 1042.

Samstag, 3. Mai 2014

Samstäglicher Newsticker

Rom: Die Heiligsprechung von Johannes Paul II. stößt auf massive Kritik von kirchenreformorientierten Gruppen. Die Gemeinschaft Wir-sind-Kirche-und-ihr-nicht erklärte: Anders als die Heiligsprechung von Johannes XXIII., die voll dem Geist der Reform entspreche und damit eine echte, ordentliche Heiligsprechung sei, handle es sich bei der Heiligsprechung von Johannes Paul II. um einen Missbrauch von päpstlicher Macht, indem ein Wunder simuliert worden sei. Denn Wunder, so sei allgemein bekannt, gebe es nicht.

Berlin: Der "Rat für ein friedliches Nebeneinander" freute sich über die Verbannung von Schweinefleisch an einigen Kindergärten in Deutschland. Auf diese Weise würden die Kinder schon früh daran gewöhnt, dass man auf andere Kulturen Rücksicht nehmen müsste. Der Rat bedauerte aber, dass die Kinder unverschleierte Kindergärtnerinnen zu sehen bekämen. Man hoffe aber, dass die Kindergärtnerinnen der Zukunft so sozialisiert würden, dass sie die Kinder und ihre Eltern nicht durch ihr zur Schau gestelltes sichtbares Haar beleidigen und sich einer Integration in eine Gesellschaft des friedlichen Nebeneinanders nicht verweigern würden.

Hamburg: Der Presserat für Faireniss und Toleranz zeigte sich verwundert über die Aussage von Birgit Kelle über den "Shitstorm" der über sie hereingebrochen sei. Die Sprecherin erklärte: "Wer auf einem solchen Niveau schreibt wie Frau Kelle, der muss sich nicht wundern, wenn er den Protest engagierter Bürger auf sich zieht. Sie sollte sich lieber darüber freuen, dass nur friedliche Bürger bisher reagiert hätten. Es hätte auch anders kommen können. Das sollte ihr eine Warnung für die Zukunft sein, ob sie alles, was sie sagen kann, auch sagen darf ähm soll."

Freitag, 2. Mai 2014

Kirchenquiz

Wo steht diese Kirche?


Auflösung am Sonntag.

Der Gehorsam gebiert die Demut

41) Es ist bekannt, daß sich der Gehorsam als das erste Gut unter allen hinführenden Tugenden befindet. Macht er doch für den Anfang die Anmaßung zunichte und gebiert uns (darauf) die Demut. Darum wird er Eingang und Tür zur Liebe zu Christus für jene, die sich gern um ihn bemühen.
Ihn hatte Adam verworfen und glitt in den tiefen Tartarus hinab. Ihn hatte der Herr liebgewonnen und war seinem Vater in Anbetracht der Heilsordnung gehorsam bis zu Kreuz und Tod — und dies, obwohl er ihm in keiner Hinsicht an Erhabenheit nachstand. Doch wollte er die Schuld des menschlichen Ungehorsams durch seinen Gehorsam tilgen und jene, die im Gehorsam gelebt haben, zum seligen Leben führen, das alle Zeiten überdauert.
Zuallererst darum also müssen sich jene kümmern, die den Kampf gegen die Anmaßung des Teufels aufnehmen. Denn wenn der Gehorsam vorangeht, wird er uns alle Pfade der Tugenden aufzeigen, ohne fehlzugehen.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, in: Philokalie, Band 1.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Vier Päpste am Donnerstag

Heute nehme ich mein wöchentliches Papsting wieder auf, diesmal am Donnerstag. Natürlich thematisch passend mit Bildern von der letzten Heiligsprechung. Gedankt sei in diesem Zusammenhang Michael Hesemann für die Erlaubnis, die Bilder zu benutzen.

Foto: Michael Hesemann

Foto: Michael Hesemann

Foto: Michael Hesemann

Foto: Michael Hesemann
Foto: Michael Hesemann

Wer durch das Wirken der Gnade Gottes dazu gebracht wird, lebt fern von der Welt

40) Daß der Geist, wenn er unter den starken Einfluß des göttlichen Lichtes zu geraten beginnt, gewissermaßen ganz durchsichtig wird, so daß er sein eigenes Licht reichlich zu sehen vermag, daran darf man nicht zweifeln. Dies nämlich geschieht durchaus, wenn die Kraft der Seele die Leidenschaften bezwingt. Daß aber alles von der Arglist des Feindes stammt, was dem Geist in Form einer Gestalt erscheint, sei es als Licht oder als Feuer, das lehrt uns der Gottkünder Paulus ausdrücklich, wenn er sagt, daß sich der Feind in einen Engel des Lichts verwandelt. Es darf also niemand in dieser Hoffnung das asketische Leben verfolgen, damit dadurch nicht der Satan die Seele bereit finde, sich von ihm mit fortreißen zu lassen. Vielmehr sollen wir lediglich dazu gelangen, Gott mit jeglicher Empfindung und Fülle des Herzens zu lieben, d. h. mit ganzer Seele, mit ganzem Herzen und mit all unserem Denken» Denn wer durch das Wirken der Gnade Gottes dazu gebracht wird, lebt fern von der Welt, auch wenn er sich in der Welt befindet.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, in: Philokalie, Band 1.
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