Donnerstag, 30. Januar 2014

Steinreich empfielt: "Tebartz, raus!"

Heute im Interview: Dr. Ludwig Steinreich, Sprecher der NAK-Kommission. Mit ihm sprechen wir über den neuen Slogan: "Tebartz, raus!"

Herr Steinreich, ist das nicht ein bisschen zu provokant?

Natürlich ist er etwas überspitzt. Er drückt aber die Grundaussage unserer Initiative und die Stimmung im Bistum gut aus. Wir wollen, dass Tebartz-van Elst verschwindet. Natürlich haben wir nichts gegen den Fürstbischof Franz-Peter persönlich. Er kann ja nichts für seine psychischen Störungen. Aber sower muss doch nun wirklich nicht Bischof sein, schon gar nicht von so einem großartigen Bistum wie Limburg.

Was krisitieren sie denn jetzt am Bischof eigentlich speziell?

Der Fürstbischof hat auf der ganzen Linie gezeigt, dass er nicht in der Lage ist, sein Amt zu auszuüben. Schon indem er einen Bau für 40 Millionen Euro auf den Domberg stellt, damit die ganze Kulisse total versaut, nur um seine Privatphantasien eines Märchenschlosses Neuschwanstein II umzusetzen. Der ganze kitschige Protz mit Stuckdecken, Marienstatuen und Gold-Juwelen-Verzierung ist heute keinem mehr zuzumuten, dass ist einfach nur grausig. Zudem ist der Bau ja auch kriminell finanziert. Der Fürstbischof und sein Generalvikar haben das ganze Tafelsilber des bischöflichen Stuhles verscheuert, allein um die Kapelle zu bezahlen und dann noch alle möglichen Stiftungen umdeklariert und fremdgenutzt.

Das ist mir neu. Kennen sie Einzelheiten aus dem Bericht der Prüfungskommission?

Die haben natürlich nicht mit uns geredet. Aber das ist doch wohl klar. Hinter dem ganzen Gebäude steckt ein hohes Maß an krimineller Energie, da sind alle in Limburg von überzeugt. Würde mich auch nicht wundern, wenn da die Mafia ihre Finger mit im Spiel hat.

Bei ihrer Kritik scheinen sie aber zu ignorieren, dass es durchaus nahmhafte Architekten gibt, die das Objekt für sehr gelungen halten.

Natürlich gibt es die. Es wird immer Leute geben, die der Hierarchie nach dem Mund reden, weil sie sich davon Aufträge erhoffen. Aber wenn wir ehrlich sind ist doch sonnenklar: Wenn ein purpurne Pontifikalpantoffeln tragender, Cappa Magna-Veliebter, goldbrokatgewandteter, sich in Sänften herumtragenlassender Typ eine Residenz baut, muss dabei ein neo-barockes Prunk-protz-Palais herauskommen.

Aber Bischof trägt doch gar keine Cappa Magna und lässt sich nicht in Sänften herumtragen.

Sie unterliegen dem Trugschluss zu glauben, dass gebe es nicht, nur weil es bisher nicht beobachtet wurde. Dabei ist es doch offensichtlich, dass es genau so passiert.

Übertreiben sie da nicht ein wenig?

Keineswegs. Um die Lage zu illustrieren, will ich ihnen noch ein Beispiel geben. Ich traf den Fürstischof erstmals vor etwa 3 Jahren auf einer Veranstaltung. Und er ließ sich mit "Herr Bischof" anreden. Er machte von Anfang an einen Unterschied zwischen sich und zwischen mir, anstatt mich wie ein Bruder zu begrüßen und sich "Ei, Tebartz, wie?" ansprechen zu lassen, wie es sich gehört.

Herr Steinreich ...

Herr DR. Steinreich bitte, soviel Zeit muss sein!

Verzeihung, Herr Dr. Steinreich. Abgesehen vom Gebäude, worüber man ja streiten kann, sind viele Vorwürfe gegen den Bischof ja sehr subjektiv.

Subjektiv? Da muss ich ihnen widersprechen. Die Meinungen über den Fürstbischof sind einhellig objektiv. Es ist doch klar, dass der Mann total inkompetent ist. Das ganze Domkapitel ist gegen ihn, alle Synodalräte lehnen ihn geschlossen ab, kein Pfarrgemeinderat würde ihm auch nur die Hand geben. Und mittlerweile verweigern ihm selbst alle Priester die Fürbitte im Hochgebet.

Übertreiben sie da nicht?

Nein, das können wir beweisen. Wir haben eine Umfrage unter Domkapitularen, Synodalräten, Pfarrgemeinderäten und Priestern gemacht und diese Ergebnisse bekommen.

Und wie viele haben sie gefragt?

Jeweils genug.Das dürfen sie uns schon glauben, dass wir ordentlich und unvoreingenommen gearbeitet haben.

Ja, aber es gibt doch ...

Jetzt hören sie mir mal zu. Es gibt niemanden im Bistum, in Deutschland und auf der gaaanzen Welt der satisfaktionsfähig wäre und der für den Fürstbischof sprechen würde. Und wenn er für ihn sprechen würde, dann wäre er sofort seines Amtes zu entheben. Also gibt es keine Priester, Kapitulare, Synodalräte, Pfarrgemeinderäte, Bischöfe, Präfekten oder Kardinäle, die für den Bischof sprechen oder es wird sie ab dem Sprechen nicht mehr in diesem Amt geben, weswegen wir sie dann auch nicht mehr zu fragen brauchen, da sie keine Zukunft haben.

Herr Dr. Steinreich, danke für das Gespräch.

Dienstag, 28. Januar 2014

Schätze auch die Untergebenen hoch

Um vollkommen zu sein, dürfen wir nicht allein unseren Oberen gehorchen und sie ehren; auch die Gleichgestellten und Untergebenen müssen wir hochschätzen.

Philipp Neri

Wüstenmütter?

Bildquelle wikipedia.
Die Wüstenväter gehören zu den bedeutendsten frühchristlichen Lehrern. Entsprechend haben sie es auch bis in die Ratgeberliteratur geschafft. Dabei trifft man immer wieder auf formulierungen wie: die Wüstermütter- und väter. Doch was ist dran an diesen Wüstenmüttern? Gab es sie wirklich oder sind sie eine Erfindung einer emanzipierten Moderne, die auch die Frauen zu ihrem Recht kommen lassen will?


Wüstenmütter waren Eremitinnen, die in der Wüste lebten. Anders als die Wüstenväter, die eine Massenbewegung waren, gab höchstens einzelne wenige Wüstenmütter. Als feststehenden Begriff, der den Eindruck erweckt, dabei habe es sich um größeres Phänomen gehandelt, gab es sie aber nicht.

Die Wüste war kein Platz für Frauen

Es gab Gründe, warum sich niemals ein Pendant zu den Wüstenväterkollonien entwickelt hat. Denn es war eine Männerwelt außerhalb der Dorfmauern, rau, nicht selten brutal und immer gefährlich. Banditen zogen durch die Wüste und nicht wenige fanden sich auch unter den Vätern. Und da wir von einer gewissen Rückfallquote ausgehen dürfen, da viele dem harten Leben nicht gewachsen waren, so war die Wüste, gleich wie verstädtert sie war, kein Ort für eine Frau. Heute nicht und damals, mit anderen Rollenverständnissen, schon dreimal nicht.

Wer waren die Wüstenväter?

Wer waren eigentlich die Wüstenväter, auf die sich der Begriff der -mütter bezieht? Die Tradition dieser Eremiten hat ihren Ursprung im Hl. Antonius dem Großen. Er war der Erste, der nachweisbar in die Wüste zog, um dort den Kampf mit den Dämonen aufzunehmen. Das heisst, er ging weg aus seinem Dorf in die Wüste, bzw. am Anfang an den Rand der Wüste, und diente Gott dort in Beten und Arbeiten. Und, was ganz wichtig ist, er tat dies allein. Zwar fanden sich schon bald zahlreiche Anhänger, die sich um ihn sammelten, aber grundsätzlich war und blieb Antonius ein Eremit. Nur eben mit jeder Menge Gästen. Er gab keine Regel, er aß und betete nur in Ausnahmefällen mit den anderen und zog sich immer wieder für lange Phasen in die Einsamkeit zurück.

In dieser Tradition standen alle Wüstenväter. Sie waren alle Eremiten und sie lebten alle in der Wüste mehr oder weniger einsam. Zwar entwickelten sich schon bald regelrechte Wüstenväter-Kolonien. Doch der Grundcharakter der Eremitagen blieb erhalten. Klöster waren es nicht, die sich da in den Wüsten Ägyptens gebildet hatten und grundsätzlich hatte jeder Wüstenvater, so oft er auch immer andere Väter besuchte, doch den Anspruch, wie der Hl. Antonius allein zu sein.

Lebten nicht einige Eremitinnen wie die Wüstenväter?

Nun werden mir aber einige kommen und sagen, schon in der Antike habe man von Wüstenmüttern gewusst. Und da sage ich: Zeigt mir doch bitte die Wüstenmutter, die lebte wie ein Wüstenvater. Und da wird die ach so große Zahl an Wüstenmüttern schnell schmelzen. Nehmen wir einmal einen der bekanntesten Texte über die Wüstenväter, die Historia Lausiaca des Palladius von Heliopolis.

Er erzählt von Alexandra, die sich in einem Grabmal einschloss. Das macht sie zwar zu Nachfolgerin des Hl. Antonius in seiner Anfangszeit, aber nicht zur Wüstenmutter. Sowas nennt man Inklusin. Der Vorteil: Die Frauen können von Angehörigen oder Gläubigen versorgt und bewacht werden und führen, wenn man mal von der Einsamkeit absieht, ein wohl behütetes und gesichertes Leben. Das soll ihre Leistung nicht herabwürdigen. Im Gegenteil verdient eine Inklusin unseren höchsten Respekt. Aber Wüstenmutter war sie eben nicht.

Nonnen sind keine Wüstenmütter

Palladius spricht auch häufig von Nonnen, die in Klöstern oder Frauengemeinschaften, oft nach einer bestimmten Regel, lebten. Solche Gemeinschaften hat es früh gegeben, der Hl. Antonius hat z.B. seine Schwester in einer untergebracht. Das zeigt, dass der Stand der Nonne sehr alt ist. Aber Wüstenmütter waren das sowenig wie die heutigen Nonnen.

Zwar gibt es andere Frauen, die zeitweilig ein geistliches Leben im Sinne einer Konzentration darauf geführt haben, ohne Nonnen zu werden, doch dabei handelt es sich, soweit wir hören, durch die Bank um reiche Römerinnen und Griechinnen, die in ihren campanischen und attischen Landvillen ein zurückgezogenes Leben führten. Davon, dass sie in Armut auf ihre Dienerschaft und Luxus verzichteten, lesen wir nichts. Zumeist gründeten diese Frauen dann Gemeinschaften, vielfach im Heiligen Land, wie z.B. die Hl. Paula, eine steinreiche Römerin, für die der Hl. Hieronymus selbst eine eigene Regel schrieb.

Noch von vielen anderen heiligen Frauen berichtet Palladius, die in Strenge und Zucht in ihren Häusern lebten, ihren Reichtum verschenkten und der Gemeinde dienten. Doch Wüstenmütter waren sie nicht.

Die beiden Fortsetzungen:
Wüstenmütter? Vol. 2
Wüstenmütter Vol. 3 - Die berühmtesten Wüstenmütter im Wüstentest

Samstag, 25. Januar 2014

Samstäglicher Newsticker

Irgendwo auf der Donau: Die wahre Kirche Jesu und Maria Magdalena reagiert auf die Veröffentlichung von Briefen des Sl. Johannes Pauls II. Man werde in Kürze nachziehen und einen Teil des Briefe der Erzpäpstin Maria II. Mayr-Lumetzberger veröffentlichen, damit die GläubigInnen mehr über die Entwicklung der Heiligen Mutter von der einfachen Frau zur vom Heiligen Geistin berufenen Anführerin der Christinnenheit erfahren könnten, erklärt Pressesprecherin Erdfrau-Witzelstein.

Köln: Die Kölner Kircheninitiative hat einen Fragebogen an die Gläubigen ausgegeben, um zu erfahren, welchen Bischof das Domkapitel zu wählen hat. Kategorien sind: Fährt im Smart; kann das Hochgebet nicht; ist gegen das Zölibat; will die Gründer der Kircheninitiative zu Mitbischöfen machen; will das Papsttum abschaffen;  ist eine Frau.

Washington: Der Oberste Gerichtshof der USA lehnte die Klage eines Atheisten gegen die Katholische Kirche ab. Der Atheist hatte gegen das Erzbistum New York geklagt, weil er zwei Monate altes Kind gegen seinen Willen getauft wurde. Damit seien seine religiösen Gefühle dauerhaft verletzt, da das Christentum nun ein Teil seiner Identität sei. Er verklagte auch seine Eltern, weil er ihr Sohn sei, ohne das sie ihn gefragt haben. Die Klage wird zum jetztigen Zeitpunkt noch geprüft.

Chrysostomosliturgie mit Gesängen aus dem 17. Jahrhundert

Liturgien wirken auch durch ihre Räume und durch ihre Gesänge. Zu den beeindruckendsten byzantinisch-orthodoxen Kirchen gehört die Isaak-Kathedrale in St. Petersburg. Hier eine Aufnahme, wo zugleich altes Liedgut vorgetragen wird.


Freitag, 24. Januar 2014

Kirchenquiz

Wo steht diese Kirche?

Ich gebe einen Tipp: Die Kirche steht an der Via Appia.

Auflösung am Mittwoch.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Wer war die Apostelin Junia?

Wer sich mit dem Thema Frauenpriestertum auseinandersetzt, der kennt sie: Die Apostelin Junia. Sie verkörpert alles, was man sich als pro-women-priest-Anhänger_in wünschen kann. Eine hochgerühmte Apostelin, die von einer frauenfeindlichen Männergesellschaft verdrängt wurde, indem man ihren Namen aus der Hl. Schrift vermännlicht hat, um die Frauen aus der mittelalterlichen Männerherrschaft endgültig zu verdrängen. Glücklicherweise haben kluge feministische Exegetinnen mittlerweile die Wahrheit herausgefunden.

Natürlich ist diese Einleitung von Ironie nur so getränkt. Wobei wir der feministischen Forschung wirklich dankbar sein dürfen, dass sie sich so um die Richtigstellung des Namens Junia bemüht hat. Die historische Forschung ist sich denn auch weitgehend einig, dass es eine Apostelin Junia gab. Allerdings war das noch bis ins Mittelalter usus und ist vermutlich nur aus dem Bewusstsein verschwunden, weil ein geplagter Kopist ein s an den Namen drangehängt hat in der Annahme, er sei falsch geschrieben worden. 

Apostel kann vieles bedeuten

Aus der Existenz der Junia meinen nun einige ableiten zu können, es habe weibliche Apostel gegeben und deswegen könne man Frauen das Priestertum nicht verwehren. Wie ich bereits in einem vorherigen Post dargestellt habe, werden viele Personen als Apostel bezeichnet, obwohl ihnen dadurch keine besondere Autorität zukommt, die mit dem von Petrus oder Paulus vergleichbar wären. Es sind eher Missionare und Gesandte der Urkirche. Das meint aber die Kirche offensichtlich nicht, wenn sie von Aposteln spricht. Sondern sie meint jene, die autoritativ Zeugnis abgegeben können.

Junia, Apostelin im Rang von Petrus und Paulus?

Doch kann Junia zu dieser Gruppe gehört haben? Möglich ist das durchaus. Wie Paulus berichtet, sind sie noch vor ihm zum Glauben gekommen, gehören also zu den ganz frühen Christen. Auch bezeichnet sie Paulus als hervorragend unter den Aposteln, sie scheinen also auch nicht ganz unwichtig zu sein. Man könnte sie also mit jenen Aposteln in Verbindung bringen, denen Christus zwischen Ostern und Himmelfahrt erschienen ist. 

Junia steht nicht isoliert

Gegen eine hohe Position in der Urkirche spricht allerdings interessanterweise gerade die Formulierung des Paulus. 
Die beiden, Andronikus und Junia, stehen nicht isoliert, sondern in einer ganzen Liste von Personen, die Paulus grüßen will. Zuerst wird Phoebe erwähnt, sie ist die Überbringerin des Schreibens. Dann werden Priska und Aquila erwähnt, die in der Forschung oft als Gemeindeleiter identifiziert werden. Anschließend wird ein gewisser Epänetus erwähnt, der einer der ersten Missionierten des Paulus war. Es folgt eine gewisse Maria, die sich für die Gemeinde ziemlich ins Zeug zu legen scheint. Wenn Paulus hier nicht zufällig eine Reihung vornimmt, dann spricht einiges dafür, dass er die genannten Personen nach der Bedeutung, die er ihnen zumisst, behandelt. Dafür spricht auch, dass er im letzten Teil des Grußes immer mehr Personen auflistet, ohne sie weiter zu beschreiben.

In dieser Liste stehen also Andronikus und Junia an vierter Stelle. Anders als die übrigen werden sie als Apostel bezeichnet. Folgt man der Argumentation der feministischen Exegese, müssten sie damit den obersten Rang einnehmen oder wenigstens gleich nach der Gemeindeleitung geführt werden. Werden sie aber nicht, sondern sie sind mitten in die Liste gepackt. Das spricht nicht für einen herausragenden Rang, der mit Paulus gleichberechtig wäre, sondern eher für Apostel im weiteren Sinne.

Junia, Apostelin und vieles andere

Behandeln wir nunmehr auch, was Paulus über die beiden sagt: "Grüßt Andronikus und Junia, meine Stammverwandten und Mitgefangenen, die berühmt sind unter den Aposteln und schon vor mir in Christus gewesen sind." Paulus erwähnt zuerst, dass sie Stammverwandte sind. Damit meint er keine familiäre Bindung. Vielmehr weist er sie als zum gleichen jüdischen Stamm gehörig aus. Dann weist er sie als Mitgefangene aus, also das auch sie für den Glauben gelitten haben, was in der frühen Kirche ein großes Kompliment war. Bezeichnenderweise kommt der Aposteltitel dann erst an dritter Stelle der Beschreibung, zugleich wird ihr Ruhm in diesem hervorgehoben. Man fragt sich jedoch, warum Paulus das eigens hervorhebt. Wären beiden in so hohem Rang, wie von der feministischen Exegese behauptet wird, müsste man ihre Bedeutung nicht hervorheben, zumal wenn sie die einzigen Apostel in Rom sind. Ihr Rang und ihr Ruhm ständen dann nicht in Zweifel. Auch die Rolle von Priska und Aquila als Gemeindeleiter wird nur indirekt erwähnt, wogegen Paulus auf seine Geschichte mit den beiden abhebt, um diese zu beglaubigen. Funktion und Stellung, die von ihm unabhängig sind, müssen aber nicht beglaubigt werden.

Andronikus und Junia: Einsatz für Christus

Untersuchen wir die Frage nach der Form von Junias Apostolat unter dem historischen Gesichtspunkt, müssen wir eine eindeutige Antwort schuldig bleiben. Da Paulus in vielen verschiedenen Kontexten von Aposteln spricht, sagt die reine Benutzung des Titels noch nichts über die Art des Aposteldienstes aus. Die Art der Nennung spricht aber eher gegen die Funktion eines petrinisch-paulinischen Apstolates. Dessen ungeachgtet erblicken wir in Andronikus und Junia zwei nicht unprominente Mitglieder des frühen Christentums, die durch ihren Einsatz sich den Respekt der Gemeinde verdient haben.

Dienstag, 21. Januar 2014

Die Brutstätte der Laster

Nicht zu wissen, wie wir unserer Seele ihre Begierden versagen können, heißt, eine Brutstätte der Laster nähren.

Philipp Neri

Bischöfe in und aus Rom über Limburg

Die Causa Limburg beschäftigt momentan vier Bischöfe.

Der erste ist natürlich Bischof Tebartz-van Elst selber, der dieser Tage das Kloster Metten verlassen hat, um nach Rom zu reisen. Es ist jedoch unklar, was er dort vor hat. Offiziell heisst es, er sei privat dort. Faktisch wird bereits von zahlreichen Medien spekuliert, ob der Bischof schonmal im Vatikan nachfrage, welchen Ersatzposten man denn mittlerweile für ihn gefunden habe.

Der andere Bischof fuhr auch nach Rom und ist Kardinal. Aber nicht Kardinal Meisner, sondern Lehmann. Der Bischof von Mainz gilt allenthalben nicht als Stosstrupp des ultramontanen Katholizismus, sieht die Lage in Limburg aber etwas anders als viele Progressive. Er kann an seinem Mitbruder wenig Protz und Prunk erkennen, kritisiert aber die Geheimniskrämerei um die Baustelle. Allerdings wünscht er sich vom Hl. Vater eine zügige Erledigung des Falles Limburg. Wo wir alle bei ihm sind, wenn wir es auch anders annehmen - wie er auch.

Der letzte Bischof kommt nicht nach, sondern aus Rom. Erzbischof Gänswein hat in Regensburg ein Interview gegeben und sich dabei auch zum Limburger Mitbruder geäußert. Und glaubt eher an eine Entlastung durch den Untersuchungsbericht. Auf Basis dieses Berichtes werde dann der Papst nach Beratungen der Bischofskongregation entscheiden. Allerdings klingen seine Äußerungen weniger danach, dass damit in allernächster Zeit zu rechnen sein wird.

Weniger optimistisch der Zukunft des Limburger Bischof gegenüber ist Kardinal Óscar Rodríguez Maradiaga, der uns von einschlägigen Medien als einer der engsten Vertrauten des Papstes vorgestellt wird. Er hält eine Rückkehr von Franz-Peter Tebartz-van Elst nach Limburg für ausgeschlossen, dagegen spreche die Situation in Limburg eine zu deutliche Sprache. Tebartz-van Elst solle seine Fehler einräumen und einem anderen Platz machen, fordert der Kardinal indirekt.

kath.net Artikel hier.
KStA Artikel hier.

Montag, 20. Januar 2014

Die Kölner Kircheninitiative boomt ... oder sowas

Allen Unkenrufen zum trotz wächst und gedeiht die Kölner Kircheninitiative. Nachdem sie im November an den Start ging hat sie jetzt schon 1111 Unterstützer. Nur in Deutschland. Wahnsinn! Auf eine solche gewaltige Menge hochqualifizierter Mitbestimmer muss man in Rom ähm ... Köln ja hören. Immerhin kann man damit den Kölner Dom irgendwie so ein bisschen vielleicht halb füllen.

Sonntag, 19. Januar 2014

Pius Bildershow

Die Weihnachtszeit ist vorbei. Und jetzt? Gibt es wieder den allsonntäglichen Pius XII.

Samstag, 18. Januar 2014

Das geistliche Wort bewahrt die Seele stets frei von eitler Ehrsucht

11) Das geistliche Wort bewahrt die Seele stets frei von eitler Ehrsucht. Denn indem es durch die Wahrnehmung des Lichtes all ihren Bereichen wohltut, bewirkt es, daß sie der Ehre von seiten der Menschen nicht bedarf. Gerade darum hält es das Denken auch stets frei von Vorstellungen, weil es dieses ganz für die Liebe Gottes umgestaltet.
Das Wort der Weisheit der Welt jedoch fordert den Menschen immerfort zu eitler Ehrsucht auf. Denn da es durch erfahrungsgemäße Wahrnehmung nicht wohltun kann — ist es doch ein Gebilde geltungssüchtiger Menschen —, schenkt es denen, die ihm angehören, die Liebe zum Lob.
Wir können also den obengenannten Charakter des Wortes Gottes unfehlbar erkennen, sofern wir die Stunden, in denen wir nicht reden, in sorglosem Schweigen verbringen — im glühenden Gedenken Gottes.

Samstäglicher Newsticker

Berlin: Das Institut für die Beförderung der Menschlichkeit verlangt die Freigabe der Pille-Danach als normales Nahrungsergänzungsmittel. Es sei nicht akzeptabel, die Pille immer noch als Medikament zu führen und damit zu insistieren, die selbstbestimmten Frauen bedürften einer ärztlichen Begleitung zur Entsorgung von unerwünschten post-koitalen Folgen. Durch die Freigabe werde die Frau endlich von sexueller Bevormundung befreit.

Berlin: Die Gemeinschaft Wir-sind-Kirche-und-ihr-nicht fordert von der Katholischen Kirche die Rettung von Weltbild. Es müsste sofort eingegriffen und die Arbeitsplätze gerettet werden. Es sei dabei nicht relevant, wie viel Geld es koste und ob es sinnvoll sei, Kirchensteuer zur Rettung eines nicht-geistlich-orientierten Unternehmens einzusetzen: "Der Kirchensteuerzahler hat ein Recht darauf, dass seine Zahlungen sinnlos und überdreht verpulvert werden. Das macht man ja in der Welt auch so. Und die Kirche muss werden wie die Welt ist!"

Paris: Die Gruppe "Jesus wollte selbstbestimmte Frauen" rügt Papst Franziskus für seine Zustimmung zum neuesten Marsch für das Leben in Paris. Es sei eine Schande, dass sich der Stellvertreter Petri gegen die Lehre Jesu stelle. Denn der sei ein Befürworter der Frauenemanzipation und der freien Liebe und damit auch des Verfügungsrechtes der Frau über ihren Körper, also für Abtreibung gewesen. Die Gruppe freute sich dafür umso mehr über die strikte Verurteilung des Marsches durch die Erzpäpstin Maria II. Magdalena.

Freitag, 17. Januar 2014

Zum Festtag des Hl. Antonius

Heute ist der Festtag des Hl. Antonius des Großen. Passend dazu ein Wort:

Ausspruch des Vaters Antonios: "Ich sah alle Schlingen des Feines über die Erde ausgebreitet. Da seufzte ich und sprach: Wer kann ihnen denn entgehen? und ich hörte, wie eine Stimme zu mir sagte: Die Demut!"

Weisung der Väter, Spruch 7

Kirchenquiz

Wo steht diese Kirche?


Ja, auch das ist eine Kirche. Auflösung am Sonntag

Donnerstag, 16. Januar 2014

Chrysostomosliturgie auf Englisch

Wer sich dafür interessiert, was in der Chrysostomosliturgie hinter der Ikonostase passiert, kann dies in diesem Video gut beobachten:



Nur der Gehorsame kommt auf Gottes Wegen voran

Diejenigen, die wirklich auf Gottes Wegen vorankommen wollen. müssen sich ganz in die Hände ihrer Oberen geben - immer und in allem. Diejenigen aber, die nicht unter dem (Gebot des) Gehorsams leben, müssen sich aus eigenem Antrieb einem erfahrenen und klugen Beichtvater unterwerfen, dem sie an Gottes Stelle gehorchen, indem sie ihm in vollkommener Freiheit und Einfachheit die Angelegenheiten ihrer Seele enthüllen.Sie sollten niemals eine Entscheidung ohne seinen Rat fällen.

Philipp Neri

Mittwoch, 15. Januar 2014

25 für Bischof und Kirche von Limburg

Mit der Gruppe "Laien für Bischof und Kirche von Limburg" ist eine neue Stimme in das Konzert um die Zukunft des Bistums Limburg eingetreten. Wenngleich es die Gruppe zügig in die Medien geschafft hat, blieb kurz unklar, wer dazu gehört. Mittlerweile hat die Gruppe auf ihrer Internetseite ein Impressum nachgereicht und neben dem Vorstandesmitglied noch einige weitere Mitglieder veröffentlicht. Nach Meldung der FAZ soll die Gruppe zudem mitgeteilt haben, bisher aus 25 Mitgliedern zu bestehen.

Impressium hier.
FAZ-Artikel hier.

Schwerhörig

Bildquelle hier.

Dienstag, 14. Januar 2014

Was ist ein Apostel?

Nachdem ich vor einiger Zeit hier etwas zum Thema Frauen in der Urkirche gepostet habe, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, das der von mir verwendete Apostelbegriff stark auf OS rekurriert, der wiederum nach Meinung der Kommentatorin etwas problematisch sei. Konkret ging es dabei um einen zu engen Apostelbegriff, der dort angewendet wird. Heute wollen wir uns daher mit den verschiedenen Bedeutungen und Zuschreibungen befassen, die wir im Neuen Testament zum Apostelbegriff finden. Zunächst soll es um die verschiedenen Funktionen und Ursprünge gehen, die die verschiedenen Aposteltypen haben. Anschließend um die Zuschreibungen, die eine Unterteilung in einen engeren und weiteren Apostelbegriff nahe legen.

Im wesentlichen können wir vier Typen von Aposteln unterscheiden. Ich spreche bewusst nicht von Gruppen, da sich die verschiedenen Typen überschneiden können und teilweise auf der unsicheren Quellenlage beruhen.

1. Apostel als Beauftragte, die ihren Herrn vertreten: "Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat." Joh 13,16
2. als Beauftragten einer Gemeinde: "Ich hielt es aber für notwendig, Epaphroditus, meinen Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter, euren Abgesandten und Helfer in meiner Not, zu euch zu schicken" Phil 2,25 "Was nun Titus angeht: Er ist mein Gefährte und mein Mitarbeiter, der für euch tätig ist; unsere anderen Brüder aber sind Abgesandte der Gemeinden und ein Abglanz Christi."  2Kor 8,23
3. als Träger der ntl. Verkündigung: "Die Apostel versammelten sich wieder bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten." Mk 6,30
4. als urchristliche Missionare: "Doch das Volk in der Stadt spaltete sich; die einen hielten zu den Juden, die andern zu den Aposteln." Apg 14,4

Diese Typen wiederum können in einen engeren und einen weiteren Apostelbegriff unterschieden werden. Der weitere Apostelbegriff beinhaltet alle hier genannten Typen. Der engere hingegen ist mit konkreten Aspekten verbunden:
Sie müssen Zeugin des auferstandenen Jesus sein (Apg 1,2–3.22; 4,3; 1Kor 9,1; 1Kor 15,7–9);
sie müssen eine besondere Berufung durch Christus selbst zu ihrem Dienst vorweisen können (Mt 10,1–7; Röm 1,1.5); und Sie spreche mit göttlicher Autorität (vgl. 2Petr 3,2; Apg 5,2ff; 1Kor 14,37; 2Kor 13,3).

Aus den zur Verfügung stehenden Quellen können wir diesen engen Apostelbegriff nur für eine relativ kleine Gruppe anwenden. Zu dieser Gruppe gehören "die Zwölf" also die elf verbliebenen Mitglieder des jesuanischen Zwölferkreises plus Matthias, sowie Paulus. Unsicherheit herrscht bei Jakobus und Barnabas, denen unbenommen ihrer Bedeutung für das frühe Christentum nach den Quellen nicht die genannten Punkte voll zugeschrieben werden können. Wir können des Weiteren mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass diese Gruppe wohl wesentlich größer war. Indes lässt die Quellenlage weitere konkrete Zuschreibungen nicht zu.

Wenn OS also feststellt, der Herr habe nur Männer in das Amt des Apostels berufen und man von der Anwendung eines engen Apostelbegriffs ausgeht, deckt sich das mit dem Quellenbefund. Man kann zwar die Anwendung dieses engen Begriffs in OS kritisieren, doch wollen wir später noch dessen Berechtigung herausarbeiten.

Sergei Rachmaninoff - Chrysostomosliturgie

Wer etwas zur Beruhigung während des Arbeitens am Computer eine schöne Hintergrundmusik braucht - wie ich grade - der kann bei Rachmaninoff fündig werden.

Montag, 13. Januar 2014

Wir wollen unseren Bischof zurück! Erklärung von Limburger Katholiken

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht mitten in dieser Dynamik. Er ist der richtige Hirte für uns! Seine Kritiker bringen uns nicht weiter. Wir wollen unseren Bischof zurück!
erklären heute die engagierten Laien der Gruppe LAIEN FÜR BISCHOF UND KIRCHE VON LIMBURG. Am Festtag des Hl. Hilarius von Poitiers hat diese Initiative einen Aufruf veröffentlicht, indem sie sich für den Verbleib von Tebartz-van Elst als Limburger Bischof einsetzt. In diesem Aufruf legt sie den Fall aus der Sicht einer bisher kaum wahrgenommenen Richtung in der Diözese Limburg dar. Wir dokumentieren den Text in Auszügen. Das ganze Dokument von neun Seiten ist auf der Internetseite der Gruppe hier einsehbar, ebenso wie eine Kurzfassung hier.
Drei Gründe: 1.) Es ist jetzt hoch an der Zeit, dass wir Gläubigen uns selbst für Bischof und Kirche einsetzen: Gerade wir Laien sind gefordert, weil andere schweigen. 2.) Wir müssen es ohnehin in diesen Zeiten des Glaubensschwunds lernen, selbstbewusst und mündig Flagge zu zeigen. 3.) Es gilt, FÜR BISCHOF UND KIRCHE einzutreten, denn im aktuellen Streit geht es keineswegs nur um unseren Bischof.
Es geht weder um Flug-tickets, noch um die Chimäre eines erfundenen ‚Protzbischofs’, es geht um die Bischofs- und Apostelkirche selbst, die niemals eine ‚Kirche von unten’, niemals eine demokratische Abstimmungsvereinigung war. Obwohl die zahlreichen Bischofs-Kritiker seit Monaten hartnäckig bestreiten, „Limburger ‚Progressisten’ wollten einen romtreuen Bischof wegmobben“, wie in einer Zeitung zu lesen war (6), bestätigen viele innerkirchliche Vorgänge genau dies.
Wer ist dafür verantwortlich? Zum allerkleinsten Teil der Bischof selbst, ganz überwiegend jedoch eine große Zahl mehr oder weniger entschiedener „Protestkatholiken“ unter Priestern, Hauptamtlichen und Synodalen! Seit Jahren bewirkt deren kirchenkritische Grundhaltung aus der Mitte der kirchlichen Strukturen heraus eine allmähliche, aber stetige Abwendung vom römisch-katholischen Glauben, seinen sakramentalen Riten und seinen klaren Normen.
Andere wiegeln dagegen ab. Man mag die Motive von Herrn Generalvikar Rösch nachvollziehen können, der –wie erwähnt – in seinem Weihnachtsbrief die Limburger Bischofsgegner pauschal vom antirömischen Vorwurf frei sprach, um die Öffentlichkeit in diesem entscheidenden Punkt zu beschwichtigen. Seine Aufgabe ist es schließlich, zu vermitteln, zu befrieden – und wir erkennen an, dass ihm dies dank seines insgesamt versöhnlichen Auftretens mittlerweile auch in Ansätzen gelungen ist. Doch wer heilen will -was eher die Aufgabe des Papstes selbst ist – darf nicht nur Symptome behandeln oder homöopathische Pillen verteilen, er muss auch schmerzvolle Schnitte vollziehen und die Gallensteine entfernen.
Mobbing, gar der öffentlich erklärte priesterliche Ungehorsam gegen seinen Bischof und zu böserletzt dessen Ver- treibung mit Hilfe eines enthemmten Paparazzi-Journalismus darf es unter „Brüdern und Schwestern im Herrn“ niemals geben.
Der Bischof wacht über die Einheit der Kirche. Er ist es, der entscheidet, kein Gremium. Auch ob Empfeh- lungen hilfreich sind, entscheidet allein der Bischof – wer sonst? Das ist seine Aufgabe. Die behauptete Beratungsresistenz mag oft und mit gutem Grund an den Empfehlungen selbst gelegen haben.
Es freut mich, wie dieser Bischof mit großem Elan Dinge anpackt, die viel zu lange vernachlässigt wurden. Dazu gehören eben Kirchenbänke statt Stühle mit Korbgeflecht, dazu gehört – ja! – ein angemessenes Wohnhaus, dazu gehört auch eine würdige Weihnachtskrippe. Wie gut das ankommt, trotz der ständigen Anfeindungen, zeigt der Zuspruch in den Gottesdiensten des Bischofs.“
Es ist heute jenseits der fruchtlosen Streitthemen, die keinen Hund in die Kirche locken, ein gravierender Paradigmenwechsel bezüglich des Interesses für die Kirche Jesu Christi und ihren konkreten Auftritt zu konstatieren, den man nur begrüßen kann. Die traditionslosen Postmodernen zeichnet eine radikale Unvoreingenommenheit gegenüber Glauben und Kirchlichkeit aus, die allerdings vom kirchlichen Establishment und seinen Bürokraten noch kaum erfasst wird. Auf diese neue Offenheit reagieren am konsequentesten die jungen Priester, denen ein würdiger, ehrfürchtiger Gottesdienst in einem angemessenen Sakralraum wichtig ist, die Wert legen auf den authentischen, existentiell reflektierten Katholizismus.
Anders als viele seiner Kritiker steht Bischof Tebartz-van Elst mitten in dieser neuen Dynamik – und das ist ungeheuer wichtig. Er versteht es, die jungen Menschen bzw. die neuen Aufbrüche theologisch zu integrieren. WIR BRAUCHEN IHN! Wer ihn erlebt hat im direkten Kontakt mit den Angesprochenen oder beispielsweise mit erwachsenen Täuflingen, mit Konvertiten… der kann nur fassungslos den Kopf schütteln über die frechen Behauptungen seiner bösartigsten Kritiker, als die man wohl Pfarrer Dexelmann und Pfr. i.R. Janssen (17) bezeichnen kann.
Wir fassen zusammen: Wir möchten keine gewerkschaftlichen Mitbestimmungsprozesse in unsrer Kirche, wo es um das ewige Heil geht. Genau so wenig wollen wir all die Protestantisierungselemente, die Stadtdekan zu Eltz öffentlich angekündigt hat und als sein ‚Langzeitprojekt’ in der Kirche einführen will, um mit ihrer Hilfe die Existenz der protestantischen Kirche zu ‚delegitimieren’ (19). Wir möchten gute, ja ‚heilige’ Priester, die es ernst meinen mit der katholischen Kirche, keine verheirateten, geschiedenen, wiederverheirateten oder gleichgeschlechtlich verheirateten Priester wie bei der EKD. Wir erwarten von den Hauptamtlichen, dass sie zum Bischof und zur vollen Lehre der Kirche stehen, statt sich auszusuchen, was sie glauben wollen. Das alles widerspricht eindeutig, ebenso wie der offene priesterliche Ungehorsam der uns empört, den Aussagen des Konzils. Lumen Gentium, die authentische Verlautbarung des Konzils zur kirchlichen Ordnung, sieht solche Strukturen und Elemente nicht vor. Und Lumen gentium, nicht der ominöse ‚Geist des Konzils’, ist der Maßstab für die Kirche in dieser Zeit.
Der Bischof leitet das Bistum Er ist unser Hirte – nicht die Gremien! Gott sei Dank! Wir fordern von unseren Priestern, von den Theologen, den Hauptamtlichen und allen Vertretern in Gremien jene unverzichtbare Treue gegenüber Bischof und Lehramt, die sie ihnen nach der Lehre der Kirche schon immer, nach der Lehre des II. Vatikanischen Konzils seit 1965 schulden – nicht anders als wir Laien! Wir sind es leid: Wir sind es angesichts der brennenden Herausforderungen für Glauben und Kirche im 21. Jahrhundert leid, dass unaufhörlich vermessene Kirchenkritiker “von unten” oder “oben” unseren Hirten, vom Papst bis zum Bischof, die Kompetenz bestreiten wollen, weil sie meinen, es besser zu wissen. Selbst die Brillanz eines Ausnahmetheologen (und wer wollte sie für sich reklamieren?) rechtfertigt diese Attitüde nicht: Sie untergräbt die Botschaft der Kirche! Ihr Logo lautet: NON SERVIAM.
Wir bleiben sehr gerne römisch-katholisch mit Bischof F.P.Tebartz-van Elst! Wir wollen unseren Bischof zurück!

Nur wer sich demütigt, vermag über die Heiligkeit Gottes zu sprechen

10) Erregt sich das Ungestüm der Seele gegen die Leidenschaften, muß man wissen, daß es Zeit zum Schweigen ist. Denn die Stunde des Kampfes ist da. Stellt aber jemand fest, daß diese Unruhe entweder durch Gebet oder durch Wohltätigkeit in Stille übergegangen ist, dann soll er sich von der Liebe zum Wort bewegen lassen und dabei durch die Fessel der Demut die Flügel des Geistes sichern. Denn wenn sich jemand nicht durch die Verachtung (seiner selbst) gründlich demütigt, vermag er nicht über die Herrlichkeit Gottes zu sprechen.

Diadochos von Photike: Hundert Kapitel über die Askese

Sonntag, 12. Januar 2014

Prüfbericht zu Limburg Ende Januar abgeschlossen

Weihbischof Manfred Grothe erklärte in seiner Funktion als Vorsitzender der Prüfungskommission für den Bau der Limburger Bischofsresidenz, dass der Bericht wohl gegen Ende Januar fertig werde. Mit der Veröffentlichung dauere es dann aber wohl noch etwas, da das weitere Vorgehen erst noch mit der Bischofskonferenz abgestimmt werden müssten.

Grothe erklärte auch den Zweck der Kommission. Dieser gehe es nicht um die Bewertung des Baus, sondern um die sachliche Aufarbeitung der Vorgänge, die transparent gemacht werden sollten.

Kommentar: Wer also von der Kommission ein Urteil in der Frage Tebartz-van Elst erwartet hat, wird enttäuscht werden. Der Bericht dient vielmehr der objektiven Information, vor allem für die Entscheidung des Papstes. Leider könnte man aus Sicht mancher einwenden. Denn die Kritik am Bischof beruht ja größtenteils nicht auf nachprüfbaren Fakten, sondern auf gefühlten Zuständen und aufgebauschten Details und Gerüchten. Versachlichung wird es dem Papst einfacher machen, zu entscheiden. Ob alle dem Papst aber diesen Gefallen tun, darf bezweifelt werden.

kathnet-Artikel hier.
NW-News-Artikel hier.

Benedikt XV.

Bevor wir nächste Woche wieder mit dem sonntäglichen Pius fortsetzen, noch ein Benedikt-Post. Aber diesmal ohne I.


Samstag, 11. Januar 2014

Die Weisheit und.die Erkenntnis sind Gnadengaben des einen Heiligen Geistes

9) Die Weisheit und.die Erkenntnis sind Gnadengaben des einen Heiligen Geistes wie auch alle göttlichen Gnadengaben. Wie jede von ihnen haben auch diese eine je eigene Wirksamkeit. Gerade darum ist durch ein und denselben Geist dem einen Weisheit und dem anderen Erkenntnis gegeben, wie der Apostel bezeugt.
Denn die Erkenntnis verbindet den Menschen in der Erfahrung mit Gott, ohne die Seele zu Worten über das Geschehen zu bewegen. Darum werden auch manche, die die Philosophie des einsamen Lebens verwirklichen, zwar von der Erkenntnis in ihrem Empfinden erleuchtet, doch gelangen sie nicht zu göttlichen Worten. Die Weisheit aber — wenn sie wirklich jemandem zusammen mit der Erkenntnis in der Furcht (Gottes) gegeben wird, doch ist dies selten — tut eben diese Wirkungen der Erkenntnis in Liebe kund. Denn die eine erleuchtet gewöhnlich durch ihre Wirkung, die andere durch das Wort. Doch wird die Erkenntnis herbeigeführt durch Gebet, ausgeprägte Ruhe und vollkommene Sorglosigkeit; die Weisheit hingegen durch Betrachtung der Worte des Heiligen Geistes, welche frei von eitler Ehrsucht ist — und zuallererst durch die Gnade des schenkenden Gottes.

Diadochos von Photike: Hundert Kapitel über die Askese

Samstäglicher Newsticker

Stuttgart: Die Gemeinschaft gegen Homophobie und Transsexualität fordert die Überprüfung der Unterschriftenliste gegen die stärkere Thematisierung von Homosexualtität im Unterricht: Beamte und Öffentliche Angestellte, die auf dieser Liste stehen, seien sofort fristlos zu entlassen, Unternehmern seien eventuelle staatliche Aufträge zu entziehen und die Listen müssten an engagierte Organisationen weitergeleitet werden, die sich dem Kampf gegen Homophobe gewidmet hätten.

Limburg: Die NAK-Kommission kritisiert den Limburger Generalvikar Rösch. Es müsse endlich Tacheless gesprochen werden. Die Kommission vertraue dem Papst kein Stück und verlange ultimativ die Absetzung von Tebartz-van Elst binnen 14 Tagen. Ansonsten werde sie ihn selber absetzen, einen neuen Bischof wählen und das Domkapitel und den Papst wenn nötig mit gewalttätiger Argumentation zur Annahme zwingen. Denn: "Jesus hat das so gewollt! Das hat er uns bei einer Yoga-Meditations-Vision selber gesagt!"

London/Brüssel: Die EU-Kommission für Menschenrechtsdurchsetzung, Vollendung des Menschen und Unterwerfung niederer Völker rügt Großbritannien. Die Veröffentlichung vermehrter Angriffe gegen christliche Geistliche zeichne ein Bild einer Gesellschaft, die durch den Zuzug nicht-christlicher Bevölkerung intoleranter werde. Dabei habe die EU-Kommission bestimmt, dass eine Gesellschaft umso toleranter sei, je weniger Christen in ihr lebten. Jede Abweichung von diesem Prinzip sei inakzeptabel.

Freitag, 10. Januar 2014

Der Landmann, der sich abmüht, soll als erster von seinen Früchten genießen.

8) Es darf weder nach geistlichen Schauungen verlangen, wer ohne Erleuchtung ist, noch darf, wer von der Güte des Allheiligen Geistes reich umstrahlt wird, zum Sprechen übergehen. Wo nämlich Armut ist, bringt sie Unwissenheit mit sich, wo aber Reichtum, läßt er das Sprechen nicht zu. Denn trunken von der Liebe Gottes, will die Seele dann mit schweigender Stimme schwelgen in der Herrlichkeit des Herrn.
Es soll also zu Gott kündenden Worten übergehen, wer die Mitte der Wirksamkeit wahrt. Dieses Maß nämlich schenkt der Seele eine gewisse Art herrlicher Worte. Die Pracht der Erleuchtung jedoch nährt den Glauben dessen, der im Glauben spricht, damit der Lehrende als erster durch die Liebe von der Frucht der Erkenntnis koste. Der Landmann, der sich abmüht, soll (ja) als erster von seinen Früchten genießen.

Diadochos von Photike: Hundert Kapitel über die Askese

Kirchenquiz

Wo steht diese Kirche?


Auflösung am Sonntag

Donnerstag, 9. Januar 2014

Die Gläubigen in Limburg sollten dem Papst vertrauen

Heute hat die FR hier ein Interview mit dem Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch veröffentlicht. Dabei ging es neben persönlichen Fragen wie der Beziehung zu Wiesbaden um Fragen der Struktur, besonders der Pfarreien neuen Typs, die der Generalvikar verteidigt und als eine gute Reaktion auf die veränderten Umstände beschrieben hat. Natürlich ging es aber auch um die Lage in Limburg.

Im Interview wird auch auf die Frage nach der medialen Wahrnehmung eingegangen. Dabei verzichtet die FR darauf, ihre eigene Rolle kritisch zu bewerten und schiebt den Ball ins Feld der Kirche. Auch Rösch geht nicht auf die Rolle der Medien ein, die ja oft eher positiv dargestellt wird, sondern bemüht sich um eine diplomatische Antwort, die die FR nicht vergrault:
Kirche wird so wahrgenommen, wie sie sich selber erlebbar macht. Die letzte Erfahrung war der Eindruck einer Maßlosigkeit, die die Menschen empört. Ich kann das durchaus nachvollziehen. Wenn ich jedoch einen Blick auf die Pfarreien werfe, sehe ich, wie nachhaltig und ideenreich dort gewirtschaftet wird. Ich hoffe, dass die Kirche auch differenziert gesehen werden kann. In dieser Sichtweise sieht man das Negative, das in ihrer Geschichte vorkommt, aber auch ihren großen Beitrag in unserer Gesellschaft.
Der Generalvikar zeigt sich auch zuversichtlich, mit einem guten Arbeitsklima die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können. Den vielbeschworenen Scherbenhaufen - wer war hier Fenster, wer Steinewerfer, wer ist der Scherbenhaufen? - will er so nicht sehen, spricht nur von Verletzungen:
Einen Scherbenhaufen habe ich nicht erlebt. Wohl aber Verletzungen und Enttäuschungen. Im Bischöflichen Ordinariat gibt es tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam können wir zügig anfangen, konstruktiv zu arbeiten.
Dabei nimmt er aber auch zur Kenntnis, dass nicht nur die eine Seite Wunden davon getragen hat:
Bei der Entscheidung wird es, glaube ich, nicht nur darum gehen, was der Bischof getan oder nicht getan hat, sondern auch darum, was mit ihm getan wurde.
Ansonsten vermeidet der Generalvikar in dieser Sache klare Aussagen, da er den Prozessen in Rom nicht vorgreifen will und unterläuft Fragen, ob eine Rückkehr des Bischofs der Kirche schaden würde und betont:
Diese Entscheidung liegt beim Heiligen Vater in Rom. Der Bischof hat sich ihm anvertraut und auch die Gläubigen im Bistum sollten auf ihn vertrauen.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Nichts ist ärmer als das Denken, welches ohne Gott über die Dinge Gottes philosophiert

7) Das geistliche Wort erfüllt das geistige Empfinden, denn durch die Wirksamkeit der Liebe kommt es aus Gott. Gerade darum bleibt unser Geist auch ohne Bedrängnis, wenn er beim Sprechen von Gott in Bewegung ist. Denn dann leidet er keine Armut, welche Sorge mit sich bringt, da er sich durch seine Schauungen so sehr weitet, wie es die Wirksamkeit der Liebe will.
Es ist also gut, stets im Glauben durch die wirksame Liebe auf die Erleuchtung des Sprechens zu harren. Nichts nämlich ist ärmer als das Denken, welches ohne Gott über die Dinge Gottes philosophiert.

Diadochos von Photike: Hundert Kapitel über die Askese

Franziskus am Mittwoch

Dienstag, 7. Januar 2014

Das Licht der Erkenntnis besteht darin, das Gute vom Bösen zu unterscheiden

6) Das Licht wahrer Erkenntnis besteht darin, unfehlbar das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Denn dann führt der Weg der Gerechtigkeit den Geist zum Gott der Gerechtigkeit und bringt ihn dadurch allmählich zu unermeßlicher erkenntnismäßiger Erleuchtung, da der Geist fortan rückhaltlos die Liebe sucht.
Man muß also die Gerechtigkeit mit zornloser Heftigkeit denen entreißen, die es wagen, gegen sie zu freveln. Der Eifer für die Frömmigkeit nämlich tut seinen Sieg nicht durch Haß, sondern durch Beschämung (seiner Gegner) kund.

Diadochos von Photike: 100 Artikel über die Askese.

Montag, 6. Januar 2014

Unfehlbarkeit ist eine Zier, doch fehlt sie hier

Das ich schlecht reimen kann, dürfte allgemein bekannt sein, jetzt aber ist es sichere Gewissheit.

Ansonsten haben wir Menschen auch andere Gewissheiten. Manche haben aber mehr, manche weniger.
Als konservativer Katholik sollte man meinen, ich habe mehr als andere. Überraschenderweise habe ich aber weniger als viele derjenigen, die meine Posts hier und Kommentare woanders lesen. Das stelle ich immer wieder in Diskussionen fest. Dort treffe ich auf Menschen, die ganz sicher wissen, dass ihre Meinung exakt richtig ist. Und die mich dann kritisieren, weil ich anders denke. Dann überlege ich ein bisschen und komme zur Erkenntnis, dass sie in dem einen oder anderen Punkt recht haben. Dann bessere ich nach. Und dann höre ich, ich würde rumeiern und mir selbst widersprechen.

Schlimmer noch, ich lerne dazu und räume das auch noch ein. Das geht ja gar nicht. Entweder ich soll so unfehlbar sein wie mein Gegenüber oder ich soll in stiller Anbetung vor der Weisheit des Anderen verharren.

Da kann ich nur sagen: Mein Blog heisst Demut Jetzt! und nicht Oberschlaumeier Hier! Wenn sie mit einem unfehlbaren Menschen reden wollen, rufen sie in Rom an oder sprechen sie mit ihrem Spiegelbild. Hier sind sie falsch. Wenn sie hingegen freundlich sachlich Meinungen austauschen, dazulernen und nicht nur rummotzen wollen, dann herzlich Willkommen. 

Orthodoxe Epiphanie

Heute feiern wir Katholiken Epiphanie, die Erscheinung des Herrn, die Orthodoxen dagegen morgen Weihnachten - wegen der Zeitverschiebung. Während das Epiphaniefest bei uns vor allem mit den Heiligen Drei Königen verbunden ist, feiern die Orthodoxen Kirchen die Taufe Jesu durch Johannes. Hierzu ein Video:


In vielen Ostkirchen ist es Brauch, an diesem Tag in Erinnerung an die Taufe des Herrn ein Bad in einem Gewässer zu nehmen. Damit ihr nicht schon beim Hinschauen friert, habe ich jetzt kein Beispiel aus Russland genommen: 

Sonntag, 5. Januar 2014

Sei nur gegen das Gute bereitwillig

5) Eigenmächtigkeit bedeutet den Willen der geistigen Seele, der sich bereitwillig dorthin bewegt, wohin er immer will. Wir wollen ihn dazu bringen, nur bezüglich des Guten bereitwillig zu sein. So werden wir das Gedenken des Bösen stets durch die guten Gedanken aufzehren.

Diadochos von Photike: Hundert Kapitel über die Askese

Benedikt am Sonntag

Samstag, 4. Januar 2014

Jesus diskriminierte niemanden. Oder?

These: Jesus war ein guter Mensch, denn er hat niemanden diskriminiert. Die Päpste sind böse Menschen, denn sie diskriminieren alle, die ihnen nicht folgen.

Beweis: Jesus sagt: "niemand kommt zum Vater außer durch mich." (Joh 14.6). Die Päpste sagen: Niemand kommt zu Gott, der nicht der Lehre Jesu Christi folgt.

Schlussfolgerung: Jesus war ein böser Mensch, weil er alle diskriminierte, die ihm nicht folgten. Kreuzigt ihn!

Wir sind alle nach dem Bilde Gottes geschaffen, aber ...

4) Alle sind wir Menschen nach dem Bild Gottes? Doch nach seinem Gleichnis geschaffen zu sein trifft nur auf jene zu, die mit viel Liebe ihre eigene Freiheit Gott unterworfen haben. Wenn wir nämlich nicht uns selbst gehören, dann sind wir dem gleich, der uns aus Liebe mit sich versöhnt hat . Dies wird niemand erlangen, wenn er nicht seine Seele dazu bringt, nicht auf die Ehre des leichten Lebens aus zu sein.

Diadochos von Photike: Hundert Kapitel über die Askese

Freitag, 3. Januar 2014

Die Natur des Guten ist mächtiger als die boshafte innere Haltung

3) Das Böse existiert weder in der Natur, noch ist jemand überhaupt von Natur aus böse. Denn Gott hat nichts Böses geschaffen. Wenn aber einer durch die Begierde seines Herzens das zur Schau stellt, was kein Wesen besitzt, dann beginnt er zu sein, was der wohl sein will, der so etwas tut. Man muß also stets durch die Bemühung um das Gedenken Gottes die (mögliche) boshafte innere Haltung unbeachtet lassen. Mächtiger nämlich ist die Natur des Guten als die boshafte innere Haltung. Denn erstere existiert, doch letztere nicht — es sei denn in der Ausführung.

Kirchenquiz

Wo steht diese Kirche?


Auflösung am Sonntag

Donnerstag, 2. Januar 2014

Neues aus Limburg: Verfahren eingestellt, Prüfung wohl absehbar

Nach Informationen des Bistum hier hat das Oberlandesgericht Hamburg das Verfahren gegen den Bischof Tebartz-van Elst endgültig eingestellt, da der Bischof die Geldauflage vor Weihnachten geleistet hat.
Das Bistum erwartet zudem das Ergebnis der Kostenprüfung des Bischofshauses bis Ende Januar.

Ein kurzer Bericht zur aktuellen Situation im Bistum und einige Einschätzung dazu bei Domradio hier.
Dabei zeigte sich der Kölner Dompropst Norbert Feldhoff bzgl. der Rückkehr von Tebartz-van Elst eher skeptisch, während der Eichstätter Bischof Hanke kritisierte, die Prüfung werde von vielen gar nicht abgewartet und eine Rückkehr des Bischofs nach Limburg werde in Unkenntnis des Tatbestandes vorab ausgeschlossen.

Die Frau in der Urkirche und der Papst

Gerne lese ich den Blog von Ameleo, die nach einer längeren Pause seit kurzem wieder zu bloggen begonnen hat. Wer ihn noch nicht kennt, kann hier fündig werden.

Vor kurzem hat sie mal wieder zu einem ihrer liebsten Themen etwas gebloggt, nämlich zum Thema Frauen in der Urkirche. Man kennt das ja: Allenthalben wird von einigen Kreisen festgehalten, dass Frauen in der frühen Kirche eine größerer Rolle spielten als z.B. im 19. Jh. und das deswegen Frauen jetzt endlich fortschrittlich zu Priesterinnen geweiht werden müssten.

Das es keinen einzigen Hinweis auf eine Priesterin in der Urkirche gibt, tangiert dabei nicht. Denn das Amt des Presbyters, von dem sich das Priestertum ableitet, können wir in der Urkirche nur selten nachweisen. Vermutlich war er eine regionale Erscheinung ohne feste Kompetenz, die sich erst um die Jahrhundertwende als feste Institution etablierte. Damals gab es denn auch noch kein Weihepriesterum im heutigen Sinne. Das muss uns aber aber keine Schweissperlen auf die Stirn treiben, denn das Priestertum ist ja eine Ableitung des Bischofsamtes, das wiederum in seiner frühesten Form als Vertretung der Apostel gut bezeugt ist.

Die Frage ist also nicht, ob es weibliches Presbyterinnen gab, sondern ob es damals weibliche episkopoi (grammatikalische Fehler bitte entschuldigen) gab. Das ist mir aber nicht bekannt. Zwar gab es Diakoninnen und auch Frauen in Vorsteherfunktionen. Doch sind diese Kompetenzen nicht umschrieben und können, das sagen auch viele Forscher, oft mit Patronatsverhältnissen in Verbindung gebracht werden. Dazu schreibe ich aber demnächst noch etwas. Doch eine Amt, das später in einer entsprechenden Funktion zum Weiheamt wurde, hatten Frauen nicht inne, wenn man vom Diakonat einmal absieht, wo es aber andere denkbare Möglichkeiten der Auslegung gibt.

Doch hat uns der Hl. Vater in diesem Diskurs bereits einen klugen Weg gewiesen, indem er von einer Theologie der Frau sprach, die entwickelt bzw. ausgebaut werden soll, um sie in ihrem Dienst besser wert zu schätzen. Diese Aufwertung der Frau ist in unseren Breiten, wo die Emanzipation ihre positiven wie negativen Spuren hinterlassen hat, wichtig und richtig. Dagegen bleibt: Es gibt keine weiblichen Priesterinnen. Wer meint, sich weiter daran abarbeiten zu müssen, der kann auch zu lernen versuchen, aus eigener Kraft zu fliegen. Sicher ein schöner Traum, aber vielleicht kann man seinen Dienst besser in der Realität ausüben.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Menschliche Barmherzigkeit beginnt immer mit der Umkehr

BistumLimburg.de
An Silvester war Weihbischof Löhr zum Jahreabschlussgottesdienst in Frankfurt. In seiner Predigt ging er auch auf die Situation in Limburg ein, die das letzte Jahr geprägt hat:
Er sagte: "Für uns als Bistum Limburg ist es ein Silvester mit einem Bischof, der zurzeit sein Amt nicht ausübt. Das macht unsicher, reißt Wunden wieder auf und ist für alle Beteiligten sehr, sehr schwierig." Das Auswerten all dessen, was das vergangene Jahr an Erschütterung und Kontroversen um die Baumaßnahme auf dem Limburger Domberg und die Person des Bischofs gebracht habe, werde noch lange dauern. Wie das Geschehene einzuordnen und welche Lehre für die Zukunft zu ziehen ist, könne noch nicht abschließend gesagt werden. "Was die immer neuen Stellungnahmen und Diskussionen angeht, halte ich dafür, dass alles gesagt ist. Das heißt aber nicht, dass, wer Berechtigtes vorzutragen hat zum Schweigen verpflichtet werde", so Weihbischof Löhr. Die von Christen geforderte Haltung müsse eine innere Distanz zur brodelnden Aktualität sein, die sich nicht von der Hitze der Diskussion mitreißen lasse. "Aller Umgang miteinander und das Reden übereinander sollen barmherzig sein. Auch wo noch nicht von Versöhnung die Rede ist, weil der eine oder andere sich wehrt und Versöhnung nicht verordnet werden kann", erklärte Löhr. Friede und Versöhnung seien Geschenke und bräuchten die Zustimmung aller Beteiligten. Versöhnung sei nur echt, wenn Gott sie schenke. Sonst habe sie keinen Bestand. Menschliche Barmherzigkeit beginne immer mit der Umkehr, und zwar nicht des Anderen, sondern im eigenen Herzen. 
Quelle: Bistum Limburg hier.

Von Natur aus gut ist allein Gott

2) Von Natur aus gut ist allein Gott. Es wird aber auch der Mensch durch den wahrhaft Guten gut, indem er sich um seinen Charakter bemüht. Dabei verwandelt er sich in das, was er nicht ist, wenn sich seine Seele durch die Bemühung um das Gute in dem Maß in Gott versenkt, wie es ihre wirksame Kraft will. Es heißt ja: "Werdet gut und barmherzig, wie es euer Vater im Himmel ist!"
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