Montag, 31. Dezember 2012

Einen guten Rutsch ...

... vom Festtag des Hl. Silvester


zum Fest der Mutterschaft Mariens

Halte dich im Bewußtsein in der Hölle und verzweifle nicht

In seiner große Liebe scheint uns der Herr die Gaben des Heiligen Geistes. Doch nur unter vielen Mühen lernt die Seele, diese Gnade zu bewahren.
Als ich die Gnade des Heiligen Geistes empfing, wußte ich, daß Gott mir meine Sünden vergeben hatte. Seine Gnade bezeugte es mir; und ich glaubte, mehr nicht zu bedürfen. - So aber darf man nicht denken. Obwohl unsere Sünden uns bereits vergeben sind, sollen wir ihrer doch unser Leben lang in Zerknirschung und Reue gedenken. Das tat ich nicht, verlor die Zerknirschung und hatte nun viel unter den Dämonen zu leiden. Ich konnte nicht begreifen, was mit mir geschehen war: Meine Seele kannte den Herrn und seine Liebe - warum kamen mir schlechte Gedanken? Aber der Herr hatte Erbarmen mit mir und zeigte mir den Weg zur Demut: "Halte dich im Bewußtsein in der Hölle und verzweifle nicht" - Dadurch wird der Feind besiegt. Wende ich mich aber ab und verlasse mit meinem Bewußtsein das Feuer der Hölle, dann erhalten die schlechten Gedanken von neuem Kraft.
Quelle: Starez Siluan. Mönch vom Berg Athos. Sein Leben und seine Lehre, S. 46

Samstag, 29. Dezember 2012

Lettner

Zu den heute eher unbekannten Inventar- und Architekturteilen christlicher Kirchen gehört der Lettner. Vor allem in katholischen Räumen ist er weitgehend vergessen, während er in alten Protestantischen Kirchen, besonders beeindruckend in den Kirchen der englischen Highchurch, noch bekannt weil präsent ist. In katholischen Kirchen diente der Lettner, der sich aus der frühchristlichen Chorschranke herausgebildet hat, den Laien- vom Klerikerbereich. Zumeist war der Lettner mit einem Volksaltar oder Kreuzaltar verbunden, auf dem die Messen für die Laien gelesen wurden, während der Hauptaltar diesen verborgen blieb. Der Lettner diente dabei nicht nur als Trenn- und Kreuzaltarwand, sondern auch als Bühne für Lesungen, Predigten, den Chor und mitunter für sakrale Aufführungen. Aus den katholischen Kirchen verschwand er jedoch vielerorts, als die Liturgiereform Pius V. und das barocke Stilempfinden klare Sichtachsen und die Konzentration auf den Tabernakel verlankten und man sie daher abriss. So erinnert nur noch wenig an die Lettner alter Zeiten. Doch auch in katholischen Kirchen gibt es noch Hinweise auf diese Tradition, soweit sie noch stehen. In unseren Breiten eher ungebräuchlich, aber z.B. in spanischen Kirchen noch zu finden sind die Chorgitter. Bei uns sind es vor allem die Kommunionbänken, die oft die Wege der Lettner nachzeichnen. Auch die Chorseitenaltäre gehören zu jenen Orten der Kirche. In Gotteshäusern, die über einen ausgeprägten Chorraum verfügen, stehen noch heute öfters links und rechts vom Chor an den Wänden der Vierung kleinere Altäre. Neben der Funktion als Zelebrationsaltäre für diverse Priester (besonders in Klosterkirchen) dienten sie auch dazu, hier näher am Volk und damit besser sichtbar- und hörbar die Messe zu lesen. Hier nun ein paar wenige Beispiele für Lettner:




 
 

Jahresrückblick 2012 (von Sherona)

Da die Redaktion ihren gemeinsam Jahresurlaub auf Reunion im indischen Ozean angetreten hat, schreibt wie jedes Jahr unsere freie Mitarbeiterin Sherona den Jahresrückblick:

Ein weiteres Jahr ist zuende gegangen.
Fangen wir mal mit der guten Nachricht an: Die Welt gibt es immer noch, trotz aller Unkerufen von Hollywood-Hobby-Mayaforschern.
Und jetzt die schlechten Nachrichten: Angela Merkel ist Kanzlerin geblieben, Steinbrück wird im nächsten Jahr Vizekanzler, Gregor Gysi ist immer noch klein und Claudia Rot wirste auch nicht los. Vom Friedensnobelpreisträger wollen wir mal nicht anfangen - ja, ich meine beide.

Doch zurück auf Anfang.

Hoffnungsvoll war der Beginn am 1. Januar. Doch dann kam er wieder, der Schrecken, das Grauen, der Terror, der Bundespräsident. Christian Wulff. Kennen sie den noch? Das war doch der Mann von der Bettina Wulff, die neulich dieses Buch geschrieben hat, wie sie von der Präsidialverwaltung ... in einem schwarzen Kostüm ... und dann das mit dem Bordell .... ist ja auch egal. Auf jeden Fall war der mal Bundespräsident und hat, außer das er farblos war, sich ordentlich von seinen Spezis haushalten lassen. Per se ja nichts schlimmes. Nur war'n wir halt nicht in Bayern, sondern in Hannover und Berlin. Und da gibts halt 'ne Staatsanwaltschaft und als die begann zu ermitteln, hielt Bettina es für ne gute Idee, sich weit von ihrem Mann wegzustellen, damit jeder sieht, sie ist ein selbstständiger Mensch. Doch glücklicherweise haben wir ja jetzt (schon wieder) ein neues Staatsoberhaupt. Einen gewissen Joachim Gauck, der aus dem gleichen verschnarchten Winkel in der Ex-Zone kommt wie die Bundeskanzlerin, auch irgendwas mit protestantischer Kirche zu tun hatte und ebenso präsidial daherkommt. Aber natürlich hat man den der Merkel aufgezwungen. Klar doch.

Das war übrigens die FDP. Die wird ja momentan von einem Mann geführt, der mal Minister in Hannover war - nach der letzten Spitzenkraft von da ist die Stadt eigentlich disqualifizierend - und einem trinkfesten Rheinlandpfälzer, den sie auf den Fraktionsvorsitz angeschoben haben. Warum sind die Liberalen noch mal unter 5%? Ach ja, weil sie ständig ... Moment ... was machen die eigentlich in Berlin? Weiss das irgendjemand?

Also: Mutti rettet den Euro, Griechland, die Welt und nebenbei auch noch das Klima und ist darum nicht wirklich viel zuhause. Schäuble erklärt, man könne auf die armen Deutschen keine sozialen Wohltaten herabregnen lassen, damit die reichen Griechen ihre Wohltaten für sich behalten können. Altmaier, nebenbei der Nachfolger des von Mutti freiwillig rausgeschmissenen Spitzenkandidaten für den Posten des Chefs des Bundeskohlenhüttenrentamtes, also Altmaier versemmelt die Energiewende. Und jetzt wissen wir auch, was der Rösler macht. Der hilft dem Altmaier dabei. Überhaupt, die Energiewende. Ist ihnen aufgefallen, wie viele Jahrhundertkrisen die Bundesregierung dieses Jahr aussitzen musste? Eurokrise, Energiewendenkrise, Bundespräsidentenkrise, Quotenkrise, Rentenkrise, Afghanistaneinsatzkrise  ... Harter Hob. Und das alles für das Land und für Umsonst. Und die Hoffnung, später mal unverschämt viel Geld für Redehonorare zu kriegen.

Und damit wären wir dann schon bei der SPD und ihrem neuen Spitzenkandidaten für das Amt des Vizekanzlers. Steinbrück. Mister Sympathisch und Volksnah. Früher mussten Sozialdemokraten wenigstens noch so tun, als hätten sie irgendwann mal was mit Arbeitern, Gewerkschaft oder Willy Brand zu tun gehabt. Heutezutage reicht es schon, wenn man als Mitbewerber nur einen Dicken und einen Weißhaarigen hat. Und so wurde es halt Peer Steinbrück. Ist ja auch logisch. Immerhin war der schonmal erfolgreich Minister unter Merkel und versteht sich auch noch super mit den CDUlern, da er auch nebenher noch Geld scheffelt wie nochwas. Wobei er natürlich ein unzweifelhaft und für jeden begreifbar einen großen Vorteil mitbringt: Er ist nicht Andrea Nahles. Also mir reicht das um ihn zu wählen.

Ach ja, wählen. Das haben die Grünen ja neulich gemacht. So ne ganz verrückte Idee. Man fragt die Basis, wen die als Spitzenkandidat will. Geradezu demokratisch. Machen die aber auch nicht nochmal. Anstatt brav die Bundesheulboje Claudia Roth oder Renate "the Face" Künast zu wählen haben die doch wirklich und wahrhaftig die Katrin Göring-Eckhardt zur Nr. 1 hinter Trittin gewählt. Nicht, das sich dadurch was ändern würde. Aber trotzdem war die arme Claudia danach so niedergeschlagen, dass man sie schnell drauf noch SED-mäßig zur Vorsitzenden wählen musste.

So, hab ich jetzt alle? Schwarz, Rot, Grün, Gelb, also die Ganz Große Koalition ist durch. Fehlt noch die Linke ... Was soll ich jetzt dazu sagen. Die haben jetzt zwei neue Vorsitzenden die ... die irgendwie ... ach ich weiss auch nicht. Die kennt doch keiner. Oskar ist halt mit seiner Sahra beschäftigt und Gysi versucht so zu tun, als wäre er nicht der Einzige in dem ganzen Laden, dem man auch außerhalb der Parteibüros zuhören würde.

Bleiben noch die Piraten. Die haben so'n ähnliches Problem wie die Linkspartei. Nur haben die überhaupt kein Gesicht mehr, dessen Anblick man ertragen kann, seit Marina Weisband rausgefunden hat, dass man sie nicht wegen ihrer großartigen Botschaft in Talkshows einlädt und die Reisleine zog. Was auf Charakter schließen lässt und sie für's politische Geschäft ohnehin unbrauchbar macht. Und ein Programm gibt's auch nicht. Die einzige Botschaft der Piraten scheint zu sein: Wir sind nicht Schwarz, Rot, Grün, Gelb oder Dunkelrot. Und weil sie Braun beim Verneinen vergessen haben kriegen sie halt momentan eins drüber. Dabei ist es doch wohl offensichtlich, dass ein chaotischer Haufen von gescheiterten Männern mit Splitterparteipotential und abstrusen Entscheidungstrukuren ... Aber so verrückt sind nicht mal die Piraten. Außerdem muss man ja für die Einordnung ein Mindestmaß an Muskelmasse mitbringen und wenn man sich bei den Piraten so umschaut können wir das ausschließen.

So, jetzt habe ich aber wirklich alle. Damit schließe ich den Jahresrückblick 2012 und freue mich auf das nächste Jahr. Wenn es auch gefallen hat, dann schreibt doch bitte dem Chefredakteur, damit er mir endlich mal eine feste Stelle gibt. Sonst kommt der alte Gute Mensch und liebster Chef der Welt wegen der akuten Finanzprobleme des Blogs nicht dazu, obwohl er es so gerne täte, wenn nur ein paar Abonnements mehr reinkämen.

Ein frohes neues Jahr aus dem paradiesischen Reunion wünscht euch eure Redaktion:

D.D. Abbas Makarius - Chefredakteur und Verantwortlicher für die Geschichtsredaktion
Christopherus - 1. Stellvertreter und Redakteur für Kirchensachen
Philibert - 2. Stellvertreter und Redakteur für Bilder und Photos
Ignaz - Chef-Lektor und Redakteur für Satire, Humor und Atheistenhetze
Sr. Maria Clementia Sturmhauberta - Redakteurin für Spirituelles und Extemerosenkranzing
Antonia Richardis - Sekretärin
Sherona - Freie Mitabeiterin/Tagelöhnerin

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Sissi und eine Cappa Magna

Es gibt ja Filme, die sind einfach nur kitschig und werden von dem ganzen Zuckerguss fast erdrückt, mit dem sie garniert wurden. Die Sissi-Trilogie gehört zu dieser Gattung Filme. Dazu kommt eine derart atemberaubende Geschichtsklitterung - was beim Namen der Protagonistin anfängt - dass man als bekennender Habsburgerfan und Historiker am liebsten schreiend das Weite suchen will.

Aber jeder Film hat sein Gutes. Auch die Sissi-Filme. Meine liebste Stelle aller Filme ist das Ende. Nicht weil das ganze damit endlich vorbei ist, sondern wegen der Prälatenszene am Ende. Noch in der Zeit vor der Liturgiereform gedreht hält sie eines der schönsten Cappa-Magna-Abgänge der Farbfilmgeschichte fest. Dazu kommt eine Satz, der zwar nicht weniger kitschig ist als die ganze Reihe, aber ein Zeugnis ungebrochenen lebenspraktischen Glaubens ist. Aber seht selbst ab 6:30.

Der Unterschied zwischen Begehren und Liebe

Ich fragte den Vater Antonius:
Worin unterscheiden sich Begehren und Liebe?

Da sagte er:
Begehren richtet sich auf die Sünde, Liebe auf das Schöne.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Fanon an Weihnachten

Bildquelle hier.
Den Alte-Messe-Molchen (geklaut hier) auf der ganzen Welt hat der Hl. Vater dieses Jahr ein besonderes Weihnachtsgeschenk gemacht, indem er in der Heiligen Nacht zum zweiten mal in kurzer Zeit den Fanon angelegt hat.

Eine kurze Bildsequenz hat Caeremoniale Romanum zusammengestellt hier.

Weitere Bilder des Hl. Vaters mit Fanon gibt's hier.

Auch der Sl. Johannes Paul II. hat (leider nur einmal) den Fanon angelegt, hier zusehen.

Weitere Bilder zum Thema hier.

Der Fanon erklärt hier.

Ein Wort von Vater Antonius

Ich fragte den Vater Antonius:
Was soll ich stets bedenken?

Da antwortete er:
Der Hochmut ist das weite Tor, durch das der Teufel eintritt. Die Demut ist die kleine Tür, durch die Gott eintritt.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Weihnachten ist das Fest der geöffneten Türen

Einige Ausschnitte aus der Veröffentlichung des Ordinariates zur Predigt von Bischof Tebartz-van Elst:
Weihnachten ist für Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst das Fest der geöffneten Türen. Das Fest sei die Einladung Gottes die Türen des Glaubens sowie die Türen zum Mitmenschen neu zu öffnen. "Wo Menschen voreinander die Türe zugeschlagen haben, in Ehen und Familien, in Gemeinden und in der Kirche schmerzen gerade am Weihnachtsfest die verschlossenen Türen in den Beziehungen", sagte der Bischof von Limburg in seiner Weihnachtspredigt.
"Wo Gott die Tür zum Menschen öffnet, kommt Leben für alle in den Blick. Das ist Weihnachten im Jahr des Glaubens", betonte Bischof Tebartz-van Elst. Die Tür zum Glauben und zur Gemeinschaft der Kirche stehe allen offen, die sich nach Frieden und Eintracht sehnen.
Weihnachten sei ein Fest auf der Schwelle. In der Geburt Christi komme Gott dem Menschen entgegen und führe ihn von draußen nach drinnen. "Schwellen sind immer kritische Orte. Man muss sich entscheiden, bereit sein etwas aufzugeben und loszulassen: festgelegte Meinungen, Vorurteile, Gewohnheiten, um Neues zu gewinnen, um gerechter zu urteilen, um besser bewerten zu können und um mehr zu sehen", so der Bischof.
An der altehrwürdigen Tür unseres Glaubens, vor der wir an Weihnachten stehen, beginnt das Jahr des Glaubens, immer wieder. Weihnachten ist und bleibt das Ereignis, nach dem die Welt ihre Jahre zählt", so der Bischof. Geschichte sei für Christen nie der tote Glaube von Lebenden, sondern der lebendige Glaube mit und für die Verstorbenen. Weihnachten sei für Christen auch die Türangel in die Welt: "Das Fest bewegt uns, Gottes Raum in dieser Welt aufzutun und zu schützen, wo entweder Verschlossenheit Beziehungen belastet oder Beliebigkeit das Besondere einebnen und damit Gott draußen vor der Tür gelassen wird", sagte Tebartz-van Elst.
Die Tür zum Glauben sei schön, weil sie auf das verweise, was der Mensch im Innersten finden könne. Sie sei schön, weil die Wahrheit des Glaubens schön ist. Wo das Schöne nicht mehr sein dürfe, gehe auch die Wahrheit verloren.
Weihnachten sei die Ermutigung, sich den Ruck zu geben, den es manchmal brauche, um eine Tür zu öffnen, die noch klemme. Weihnachten sei von Gott her das Geschenk der offenen Türen im Glauben. Aus dem "Draußen vor der Tür" werde von Gott her das "Drinnen einer Liebe". Weil er das "Draußen" kannte öffne Gott durch seine Liebe und Hingabe die Tür zum "Inneren". Dies sei Gottes Schlüssel zur verschlossenen Welt der Menschen
Quelle und ganzer Text: hier.
Weiteres zu den Aktivitäten des Bischofs um Weihnachten:
Knallt die Türen des Herzens nicht zu hier.
Helfen und Heilen. Bischof besucht an Heiligabend Hospiz und Bahnhofsmission hier.
Bischof live im Radio hier.

Morgengottesdienst zur Geburt Christi

Frohe Weihnachten

 
 
Frohe Weihnachten

Samstag, 22. Dezember 2012

Die Siebte Stufe der Demut

Die siebte Stufe der Demut: Der Mönch erklärt nicht nur mit dem Mund, er sei niedriger und geringer als alle, sondern glaubt dies auch aus tiefstem Herzen. Er erniedrigt sich und spricht mit dem Propheten: "Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet. Ich habe mich erhöht und wurde erniedrigt und zunichte." "Gut war es für mich, dass du mich erniedrigt hast; so lerne ich deine Gebote."
Hierzu fällt mir eine Geschichte ein, die Palladius in seiner Historia Lausiaca überliefert: In einem ägyptischen Frauenkloster in Tabennesi lebte eine Nonne, die vorgab, verrückt zu sein und sich besonders dumm stellte. Entsprechend durfte sie nur die niedrigsten Arbeiten verrichten, Drecksarbeit würden wir heute sagen, und ihre Mitschwestern machten sich gerne einen Spass daraus, sie zu verspotten. Dann jedoch kam der Eremit Piterum zu Besuch und erkannte, dass gerade diese Nonne die einzige wirklich Heilige in der ganzen Gemeinschaft war. Gemäß der Art der Wüstenväter warf er sich ihr zu fügen und bat sie, ihn zu segnen. Die Reaktion der Nonne: Sie türmte aus dem Kloster, in dem man ihre Heiligkeit entdeckt hatte und ward seitdem nicht mehr gesehen.

Kann es einen größeren Demütigen geben als den, der wirklich niemand anderem als Gott gefallen will und der sich verstellt, nur damit man ihn nicht ehrt? Sicher ein extremes Verhalten. Aber es zeigt den enorm hohen Anspruch, den der Herr und der Hl. Benedikt hier an uns stellt. Denn Demut ist nichts für halbherzige. Man führt sie gerne im Munde und in manchen Kreisen kann man keine Stunde mit den Leuten sprechen, ohne dass sie nachdrücklich versichern wie sündhaft sie und alle anderen doch sind. Interessanterweise sind oft solche Menschen besonders eifrig dabei, den anderen zu erklären wie man zu glauben und leben hat und wissen immer recht genau, wer in der Gnade ist und wer nicht. Die Frage, wie sie das so genau können, wenn sie doch so sündhaft sind, verkneife ich mir dann. Denn dann mach ich ja das gleiche.

Gerade für einen durchaus gerne mal streitenden Geist ist es besonders schwer, nicht zu urteilen. Denn mit dem Urteil in uns selbst über andere beginnt unser Hochmut. Denn ich kann ja nur dann über jemanden richten, wenn ich ihm darin überlegen bin. Daher lehrt uns auch der Herr "Du sollst nicht richten, damit du nicht gerichtet wirst." Ich sag (zu selten): M., als ob du so vollkommen wärst. Was ja noch die Lauform vom Hl. Benedikt ist: Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch.

Aber was hat denn das jetzt mit der Geschichte von oben zu tun. Es zeigt den radikalen Anspruch, den Demut an uns stellt. Eine Demut, die nicht nur gegenüber Gott geübt werden muss. Sondern gegenüber all unseren Mitmenschen. Denn jedesmal, wenn wir uns gegen einen anderen überheben maßen wir uns ein Stück der göttlichen Majestät an und bauen einen babylonischen Turm ein Stückchen weiter in den Himmel. So beginnt Demut im Kleinsten und Unsichtbarsten, in uns selbst. Wenn wir hier Demut üben und immer und immer wieder sagen "Ich habe mich erhöht und wurde erniedrigt und zunichte" beginnt in uns die Demut immer mehr zu wachsen.

Samstäglicher Newsticker

Hamburg: Die Gemeinschaft für Toleranz und Friedlichkeit zeigt sich vom aktuellen globalen Trend des Christentums alarmiert. Man sei in großer Sorge über die weltweite Ausbreitung des Christentums. Leider seien nicht alle Gebiete der Erde so fortschrittlich wie Europa, wo die Mehrheit gelernt habe, dass ein Leben ohne Gott viel besser sei. Geradezu dramatisch sei der Verfall in die Religiösität in asiatischen Ländern. Wenn in Ländern wie China weiterhin so viele Menschen Christen würden, verkomme der Staat noch zu einem Hort von Intoleranz und Unfreiheit.

Brüssel/Warschau: Die EU-Kommission für Toleranz, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Antidiskriminierend und Menschenwürde forderte die polnische Justiz auf, den Rechtsstreit gegen den Skandal-Musiker Adam Darski zu beenden und den Mann in Ruhe zu lassen. Zugleich sprach sie sich für die Verbreitung des Videos der Tat aus, denn damit könne Europa der ganzen Welt zeigen, wie Weltoffenheit, Liberalität und Toleranz funktioniere.

Brüssel: Die EU-Kommission für Toleranz, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Antidiskriminierend und Menschenwürde sprach sich für ein Verbot des Anti-Mohammed-Films aus. Ein solcher Film verletzte die religiösen Gefühle der Muslime und würde absichtlich eine Religion herabsetzen, womit ihre Unterdrückung und Hass gegen diese vorbereitet werde. Durch sein Verbot könne Europa der ganzen Welt zeigen, wie Weltoffenheit, Liberalität und Toleranz funktioniere.

New York: Gegen eine mögliche Seligsprechung Papst Pauls VI. regt sich Widerspruch. Die Human Sex Association erklärte in Richtung Rom, man möchte nachdrücklich darauf bestehen, Paul VI. nicht selig zu sprechen. Wer sich gegen Verhütung wende könne kein Menschenfreund sein, da nur so die Überbevölkerung verhindert, die Aids-Krankheit geheilt und die Menschenwürde gewahrt werden könne. Menschenfreundlichkeit im genannten Sinne sei aber das Zentralmerkmal von Seligkeit und deswegen könne man mit Sicherheit sagen, Paul VI. sei nicht selig.

Berlin: Die Gemeinschaft für eine Gleiche Kirche lobte Bundesfamilienministerin Schröder für ihren mutigen Einsatz für die Gleichberechtigung der Geschlechter auch in der Sphäre Gottes. Endlich habe mal ein_e Minister_in den Mumm bewiesen und klar gesagt, was Sache ist: Gott ist kein Mann. Leider nehme aber Schröder weiterhin auf dunkelkatholische CSUler Rücksicht und habe Gott nur als Es bezeichnet. Das sei natürlich Unsinn, wo doch jeder weiss, dass Gott eigentlich eine Sie ist.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Die mangelnde Andacht gegenüber dem Allerheiligsten

Ich sagte zum Vater Antonius:
Da doch niemand versteht, wie genau die Wandlung der Gaben in Leib und Blut Christi passiert und da das Geheimnis des Sakraments nie durchdrungen werden kann, ist es doch nicht schlimm oder doch wenigstens verständlich, wenn die Andacht bei der Kommunion und der Verehrung fehlt.

Darauf sprach er:
Wo der Leib Christi klein gedacht wird, da wird auch Christus klein gedacht. Wo man dem Leib Christi nicht mit Ehrfurcht entgegentritt, da tritt man auch Christus nicht mit Ehrfurcht entgegen. So ist die Krise der Verehrung des Leibes Christi eine Krise im Verhältnis zu Christus.

Gott widersteht dem Demütigen nicht

Fortsetzung von hier.
Gott widersteht dem Demütigen nicht. Diesem Gebet des Demütigen gibt Er nach, beugt Er sich, ja ich wage zu sagen, durch es wird Er besiegt. Selbstverständlich wird er dabei durch sich selbst besiegt, durch diese Liebe, die danach verlangt, sich zu verschenken. Aber gerade an sie wendet sich die demütige Bitte.
Die Beispiele dieser Macht der Demut sind sehr beeindruckend. Jesus neigt den Kopf auf seinen armen zerschundenen Leib, das Anlitz mit Speichel bedeckt, den ganzen Körper schändlich mißhandelt, so daß er keine menschliche Gestalt mehr hatte. Er wurde nochmals verächtlich gemacht, nachdem er sich bereits durch die Menschwerdung bis zum Äußersten erniedrigt hatte, aber wie der heilige Paulus sagt, wurde er gerade darum wieder über alles und alle erhöht (Phil 2,9). Nach Jesus blicken wir auf die demütige Jungfrau Maria. Sie sagt von Gott, der sie zu seiner Mutter gemacht hat: "Er hat auf die Niedrigkeit seiner Magd geschaut." Es war die Demut, die Er in ihr gesehen, geliebt und erhöhrt hat; denn die Demut ist es, die Er liebt, die Er sucht, die Ihn anzieht und festhält, die Ihn an uns bindet und Ihn drängt, sich unser anzunehmen.
Der Blick Gottes ruht auf dem Beter, der sich ganz klein vor Ihm macht. In diesem Blick teilen sich das Licht und die unendliche Liebe mit. Wie zwart wird dadurch das Gebet! Welche Kraft empfängt der Beter! Deshalb ist die kanaanitische Frau nicht von den Füßen des Heilands gewichen, und der Hauptmann blieb beharrlich bei seiner Bitte um Heilung. Jesus wendet sich ihrem Flehen zu. Es bewegt ihn, die Bitten zu erfüllen, und seine Bewunderung wird geweckt.
Der demütige Beter hält sich an Gott, der in in Besitz nehmen will, hin, iondem er sich ganz leer macht; diese Leere zieht Gott unwiderstehlich an. Gott braucht da keinen Widerstand zu brechen, nichts aus dem Weg räumen, nichts umzuwandeln. Er muß nur eintreten und sich niederlassen, auf eine Sehnsucht antworten und sie erfüllen. Der Demütige ist der Arme, von dem die Heilige Schrift und besonders die Psalmen unaufhörlich sprechen. Der Reichtum Gottes gehört diesen Armen, nicht aufgrund einer abstrakten Gerechtigkeit ohne Liebe, sondern vielmehr, weil Gott selber Liebe ist.
"Gott ist unendlich freigiebig" sagt Wilhelm von Auvergne. "Er liebt es, soviel zu schenken, wie Er ist. Das ist seine Lieblingsbeschäftigung. Wer Ihm seine Nöte anvertraut, die behoben, oder eine Schwäche, die beseitigt, oder eine Krankheit, die geheilt werden soll, der versetzt Ihn in Entzücken."
Quelle: Augustin Guillerand: Im Angesicht Gottes, S. 61f.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Philokalie

Zu den wichtigsten geistliche Werken der Ostkirche gehört die Philokalie, die Liebe zur Schönheit. Zu den großen Problemen für alle, die sich für die Ostkirche und ihre Spiritualität interessieren, gehört es daher, wenn dieses Grundlagenwerk nicht in deutscher Sprache erhältlich ist. Was man sogar verstehen kann. Schließlich gibt es nur wenige Orthodoxe im deutschen Sprachraum und die kommen alle in der Regel aus den östlichen Ländern und können die Sprachen noch.
Was aber ist die Philokalie eigentlich? Ein Sammelband. Sie enthält Texte aus etwa 1000 Jahren orthodoxer Spiritualität, vom 4. bis zum 14. Jahrhundert. In ihnen kommen große Meister des Gebetes und des geistlichen Lebens zu Wort, von denen die Wüstenväter und die großen Lehrer des Jesusgebetes zu den auch im Westen Bekanntesten gehören. Zusammengestellt wurde die Philokalie im 18. Jahrhundert vom Bischof Makarios von Korinth und dem Athosmönch Nikodemos.
Wenngleich das Werk im Osten, besonders in Russland, große Verbreitung gefunden hat, blieb dieser große Schatz im deutschen Sprachraum lange weitgehend unbeachtet. Lediglich ein kleiner Auszug, Kleine Philokalie genannt, war bisher auf Deutsch erhältlich.
Nun jedoch hat sich endlich mal jemand erbarmt und den Text übersetzt. Ein Problem bei der Übersetzung war bisher, dass die Hauptanlaufstelle der Verlage, das Institut für Orthodoxe Theologie in München, bisher auf Anfrage immer nach einem Projekt rief, da man nur so dieses Werk übersetzen könnte. Und dann flatterte einem Verlag plötzlich eine Anfrage ins Haus, ob sie nicht eine komplett ins Deutsche übersetzte Philokalie rausbringen wollten. Poststempel: Kartause Marienau. Dort hat ein Kartäuser in jahrelanger Arbeit das Mammutwerk übertragen.
Von daher gesehen sind die fünf Bände mit 250 Euro geradezu billig. Leider kann man, zumindest meines Kenntnisstandes nach, die fünf Bücher nur en block kaufen. Aber gerade vor Weihnachten, wer schnell noch ein Geschenk braucht, kann das vielleicht eine gute Idee sein.
Wer aber sagt, das sei eigentlich doch zu teuer und ob denn noch jemand außer mir eine Empfehlung geben könne, den verweise ich gerne an den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. Er schreibt:
Die "Philokalia" ist von durch und durch maßgeblicher Bedeutung für das geistliche Leben der Christen. Auf ihren Seiten werden der tiefere Sinn des Evangeliums, die sichere Weise der Annäherung an Gott sowie auch das reine, ununterbrochene Gebets aufgespürt; das Gebet, das aus dem gereinigten oder wenigstens von Leidenschaften geläuterten Herzen emporsteigt und dessen Vollzug den Beter mit dem geliebten Jesus vereint.
Zum Verlag gehts's hier.
Weitere Informationen hier.
Die kleine Philokalie kann man hier erwerben.
Das Zitat Bartolomaios I. von hier.

Die Macht der Demut

Fortsetzung von hier.
Aber dieser Abgrund ist mein Heil, wenn ich ihn anerkenne! "Wer sich erniedrigt, wird erhöht werden" sagt die menschgewordene Wahrheit. "Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade" (Jak 4,6). Ich begreife das. Ich begreife, daß die Allmacht auf diese Weise handelt. Die Wahrheit ist eine Beziehung zwischen zwei Endpunkten, die sich einander nähern. Diese Beziehung zwischen Gott und dem Menschen besteht darin, daß Gott das Sein selbst ist und der Mensch das "Nichts". Sobald ich das anerkenne, bin ich in Übereinstimmung mit der Wahrheit, die Gott ist. Es ist wohl klar, was gemeint ist: Ich befinde mich in einem Zustand, an dem Er Wohlgefallen hat, und deshalb erbarmt Er sich meiner.
Gott ersehnt nichts so sehr, wie sich zu erbarmen und zu helfen. Deshalb wartet Er darauf, es tun zu können. Ich möchte sagen: Mit Ungeduld, wenn er zur Ungeduld fähig wäre. Denn der Name "Sein", den ich Ihm gegeben habe, ist unvollständig. Dieses Wesen, daß aus sich selbst ist, ist die Liebe selbst, sich selbst schenkende Liebe. Sich schenken ist sein Leben. Er tut nichts als das. Ewig schenkt der Vater dem Sohn diese unendliche Liebe, deren Quelle und Meer, dere Ursprung und Ziel Er ist. Der Sohn, von dieser Tätigkeit des Vaters angeregt, gibt dem Vater - oder besser in seinem Vater - diese Gabe zurück. Diese Hingabe vereint beide miteinander, bindet den einen an den anderen und hält den einen im anderen fest. Die Liebe, die Vater und Sohn vereint, geht aus beiden hervor und bringt sie ihrerseits wieder hervor; die Liebe erleuchtet sie und macht sie sichtbar, damit sie sich außerhalb ihrer selbst verströmt und sich den Geschöpfen mitteilt. Diese sollen sich, von derselben Bewegung belebt, verschenken wie der Vater und der Sohn und so mit ihm vereint sein.
Der Beter erfleht diese Mitteilung des Geistes der Liebe. Er bittet Gott, sich ihm zu schenken. Er erbittet also das, was Gott unendlich ersehnt. Zwischen diesem unendlichen Verlangen Gottes und dem Beter besteht also Übereinstimmung, Harmonie, ein vollkommener Gleichklang. Der demütige Beter erkennt an, daß ihm dieses göttlichen Wesenselement, sich zu verschenken, fehlt. Er erkennt an, daß er es nur haben kann, wenn die göttliche Liebe sich ihm mitteilt. Seine Demut rührt an das Herz Gottes und gibt Ihm die Ehre, die Er über alles schätzt. So empfängt die Demut ihre Macht.
Quelle: Augustin Guillerand: Im Angesicht Gottes, S. 60f.

Montag, 17. Dezember 2012

Johannes Cassian: Collationes patrum

Johannes Cassian gehört zu den klassischen Autoren spiritueller Literatur des Christentums. Zusammen mit seinem Lehrer Evagrius Ponticus überliefert er uns einen Großteil unserer Kenntnisse über die Lehren der Wüstenväter, womit die beiden die literarische Grundlage des asketischen Lebens bilden. Anders als Evagrius hat Cassian jedoch Latein geschrieben, was ihn im Westen zum bekannteren hat werden lassen, während Evagrius für die Ostkirche von größerer Bedeutung ist.

Das Standartwerk Cassians sind die Collationes patrum die Unterredungen mit den Vätern. Ingesamt 20 Unterredungen mit den Vätern der sketischen Wüste sind hier enthalten. Jeder Erzählung liegt eine Ausgangsfrage Cassians zugrunde, die der besuchte Wüstenvater meistens monologisch, selten dialogisch beantwortet.

In letzter Zeit vertreibe ich mir auf diesem Blog die Zeit damit, die Collationes ausschnittsweise zu zitieren. Gerade der Advent bietet sich dafür meiner Meinung nach an, weil er eine Vorbereitungs, Buß und Übungszeit ist. Aber auch sonst ist es immer eine gute Idee, Cassian zu lesen. Empfielt doch schon der Hl. Benedikt die häufige Lektüre. Die Liste der Kronzeugen, die Cassian empfehlen und gelesen haben, könnte hier endlos weitergeführt werden.

Umso schader ist es, dass Cassians Collationes sehr lange nur in einer älteren Ausgabe vom Ende des 19. Jahrhunderts vollständig vorlagen. Aus dieser zitiere ich auch. Glücklicherweise gibt es aber jetzt eine neue Komplettausgabe in zwei Bänden. Für alle Freunde geistlicher Literatur ein echte Freude.

Zum Verlag geht's hier.

Gott will die Demut

Fortsetzung von hier.
Gott will diese Haltung. Er muß sie wollen. Sie ist Ausdruck all seines Wirkens in uns, das Fundament des Gebäudes, das Er errichten will. Er erwartet sie und bringt sie hervor. Diese Haltung ist es, die uns auf Ihn ausrichtet. Die Demut ist enthalten im Glauben, in der Unterordnung und Anbetung.
Ich muß mich wieder einmal wiederholen. Wir können ja endlis vom Geliebten und zum Geliebten sprechen. Gerne komme ich also darauf zurück. daß Gott groß ist; daß er ebenso Herr wie Vater ist; daß jede Vollkommenheit in Ihm ist. Wenn wir unser Leben lang dieses Mysterium betrachten, so bliebe es dennoch weit hinter jener Wirklichkeit zurück, die Er selbst ist. Denn diese Wirklichkeit liegt immer weit über all dem, was wir erkennen oder sagen können.
Von dieser Unendlichkeit, die alle Zeiten und alle Weisen übersteigt, zeigt sich, welch kleinen Raum ich einnehme; ich erkenne die Grenzen meines Seins und meiner Tätigkeit, an die ich dauernd anstoße, und ich erfahre meine Schwäche und mein Nichts. Diese Unendlichkeit weist mir meinen Platz zu und macht mich ganz klein, mich, ein Nichts, das Er ins Dasein ruft. Dazu kann noch der Gedanke an meine Verfehlungen kommen, daß ich es wage, mich gegen Ihn aufzulehnen oder - was das schlimmste ist - mich gegen Ihm gegenüber gleichgültig zu verhalten. Wenn ich das bedenke, bin ich wie in einen Abgrund versenkt.
Quelle: Augustin Guillerand: Im Angesicht Gottes, S. 59.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Gaudete

Pius XII. über die Heilige Familie

Weihnachten ist in ganz besonderer Weise das Fest der Familie. Früher war es das Fest, an dem die Familien zusammenkamen, heute das Fest, an dem sich die Familien zerstreuen. Zugleich ist es in diesem Jahr ein Fest, an dem die Familie ganz besonders im Fokus steht, da allenthalben über verschiedene Formen der Familie diskutiert wird. Blicken wir daher in diesem Advent auf "die" Familie schlechthin, die Heilige Familie und hören hierzu Pius XII.:

Richtet Eure Blicke nach Nazareth! Tretet ein in das kleine und bescheidene Haus! Seht den Zimmermann, den heiligen Hüter göttlicher Geheimnisse, der mit seinem Schweiß jene Familie ernährt, die sowohl niedriger als auch höher stand als die Caesarenfamilie in Rom! Schaut, mit welcher Hingabe, mit welcher Hochachtung er der Mutter Maria, seiner unbefleckten und unversehrten Braut, hilft und Ehre erweist! Bewundert jenen, der "für den Sohn des Zimmermanns gehalten" wurde, ihn, die Allmacht und Weisheit Gottes selbst, den Schöpfer des Himmels und der Erde, ohne den Nichts ward, wie kein Mensch ohne ihn etwas zu tun vermag, und der es nicht verschmäht, in Haus und Werkstatt dienend, Maria und Joseph untertan zu sein! Erwäget dieses so herrliche Vorbild eines so heiligen Familienlebens, dieses Schauspiel, das alle Engel anbetetend bewundern.
Kniet wie Kinder vor dieser Familie nieder! Ruft sie an, bestürmt sie und lernet von ihr, daß die Unanehmlichkeiten des Familienlebens nicht erniedrigen, sondern adeln, daß sie weder den Mann noch die Frau dem Himmel weniger groß und teuer machen, sondern eine Seligkeit wert sind, die man vergebens unter den Annehmlichkeiten dieser Erde sucht, auf der alles äußerst flüchtig und vergänglich ist.

Quelle: Soziale Summe Pius XII., Bd. 1.

Samstag, 15. Dezember 2012

Abt Serapion über die Reihenfolge, die Laster zu bekämpfen

Man muß jedoch wissen, daß die Reihenfolge der Kämpfe nicht in Allen dieselbe sei, weil wir, wie gesagt, nicht alle auf gleiche Weise angefochten werden und nun ein Jeder von uns nach der Art des Angriffes, durch den er in erster Reihe beunruhigt wird, den Gegenkampf aufnehmen muß, so daß der Eine nöthig hat, gegen das Laster, welches als drittes angesetzt ist, zuerst sich im Kampfe zu üben, der andere aber gegen das vierte oder fünfte und so fort, wie gerade die Laster in uns ihre Herrschaft behaupten. Wie es also die Art der Anfechtung erfordert, so müssen wir die Reihenfolge der Kämpfe ordnen, der gemäß dann auch der eintretende Erfolg des Sieges und Triumphes uns zur Reinheit des Herzens und zur Fülle der Vollkommenheit führen wird.
Quelle: hier.

Samstäglicher Newsticker

Irgendwo im Nirgendwo: Unter Führung des Twitterers Bad_Jesus regt sich Widerstand gegen die Absicht des Papstes, erstmals zu twittern. Eine solche Absicht sei man nicht bereit hinzunehmen. Schließlich sei Twitter nicht dazu da, bösen alten Männern einen weiteren Sprachraum zu geben. Sondern dazu, geschundenen öko-soziologischen Atheisten zu helfen, sich zu artikulieren. Freiheit für Twitter. Niemals Kirche im freien Netz. Sozialismus und Ökoismus allein gehört die twitternde Zukunft. Und überhaupt sei Twitter ein gewinnorientiertes Unternehmen und diskreditiere damit die altruistische Jesusbotschaft.

Warschau: Die Gemeinschaft für Toleranz und Friedlichkeit plant, dem "Helden von Tschenstochau" den Preis für Menschenliebe zu verleihen. Durch seine mutige Tat, das Kriegsbild von Tschenstochau mit schwarzer Farbe zu bespritzen, habe er auf die wahre Natur der Religion aufmerksam gemacht, die den Menschen in ein tiefes schwarzes Loch ziehe und ihn verschlinge, um goldbrokatierte Gewänder und juwelenbesetzte Ikonen anschaffen zu können. Leider begriffen viele Menschen den Befreiungsschlag nicht und beklagten sich über die Verletzung von so etwas absurd-lächerlichem wie religiösen Gefühlen.

Moskau: Die Gemeinschaft für eine Gleiche Kirche, Dezernat Russland, forderte sie sofortige Selbstauflösung der russisch-orthodoxen Kirche, die Übereignung ihrer Kirchen in das Eigentum von gemeinnützigen Organisationen wie sie eine seien, und die Depor.... Beurlaubung des Klerus. Außerdem die Einführung der Homosexuellenehe, das Verbot von Kerzen und Kopftüchern und die Verbreitung der Bezeichnung "Mutter-Göttin" für das Schöpfungs-Es. Begründung: Wenn der russische Präsident Putin die orthodoxe-Kirche gut findet und das Patriarch die Rede Putins lobe sei diese Kirche eine Gefahr für die Menschheit und müsse unbedingt aufgelöst werden.

Frankfurt: Die FIZ (Freie Intelligente Zeitung) entschuldigte sich auf Seite 1 ihrer gestrigen Ausgabe in Deutsch, Arabisch und Türkisch für die Beileidigung des Propheten Mohammed. In einem Artikel über den Koran hatte die Zeitung am 10.12. den Namen des Propheten ohne H geschrieben. Die Zeitung versichert, es habe ihr fern gelegen, den Propheten und die Muslime zu beleidigen und erklärte nachdrücklich, wie wichtig es ihr sei, die religiösen Gefühle der Muslime nicht zu verletzen und ihre Gründergestalt zu ehren. Auf Seite 2 titelt die FIZ: Jesus: Vom schwulen Kommunarden zum Pseudo-Erlöser.

Freitag, 14. Dezember 2012

Abt Serapion über den Wert des Fastens

Wenn wir also dem Fasten und der Enthaltsamkeit obliegen, so müssen wir uns sofort nach Besiegung der Gaumenlust bestreben, unsere Seele nicht leer sein zu lassen von den nöthigen Tugenden, sondern mit ihnen alle Tiefen unseres Herzens fleissiger auszufüllen, damit nicht der zurückkehrende Geist der Begierlichkeit uns von ihnen leer und ledig finde und, nicht zufrieden für sich allein den Einzug zu halten, noch jenen siebenfachen Zündstoff der Laster mit sich in unsere Seele einführe und so unser Ende schlechter mache als unsern Anfang. Denn schlechter und unreiner wird darnach eine Seele und strafwürdiger, als sie früher war in der Welt lebend, da sie noch nicht die Negel und den Namen des Mönches angenommen hatte, wenn sie jetzt, wo sie sich rühmt, der Welt entsagt zu haben, von diesen acht Lastern beherrscht wird. Denn diese sieben Geister werden deßhalb schlechter genannt als jener frühere, der ausgezogen war, weil die Begierde des Gaumens, also die Gastrimargie an und für sich nicht schädlich wäre. Wenn sie nicht andere schwerere Leidenschaften zubrächte, nämlich Unzucht, Habsucht, Zorn, Traurigkeit oder Hochmuth, die ohne Zweifel durch sich selbst der Seele schädlich und verderblich sind. Und deßhalb wird Derjenige nie die Reinheit der Vollkommenheit erreichen, der sie mit dieser Enthaltsamkeit allein, d. i. mit dem körperlichen Fasten zu erringen hofft, wenn er nicht einsieht, daß er diese deßhalb üben müsse, damit er nach der Demüthigung des Fleisches durch das Fasten um so leichter gegen die andern Laster kämpfen könne, wenn der satte und angefüllte Leib nicht mehr frech sich erhebt.
Quelle: hier.

Für alle Weihrauchfans

Für alle Weihrauchfans

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Benedikt am Mittwoch


Bildquelle hier.

Warum soll man katholisch bleiben?

Ich fragte den Vater Antonius:
Viele fragen mich, warum sie in der Katholischen Kirche bleiben sollen? Denn in anderen Gemeinschaften schätze man die Bibel viel höher, lese mehr in ihr und hat auch mit den Mitchristen eine viel bessere Gemeinschaft. Zudem sind sie meistens viel aktiver und in ihnen sehen sie den Glauben und die Praxis der Urgemeinde besser verkörpert.

Da sagte er:
Führe diese Vielen zum Tabernakel. Dort ist der, um desset willen sie in der Katholischen Kirche bleiben sollen. Denn mögen die anderen die Bibel noch so hoch schätzen, sie verehren doch nur einen Auszug. Dort im Tabernakel aber thront das ganze Wort Gottes, Jesus Christus selber. Und dann zeige ihnen einen Menschen, der vor dem Tabernakel betet. Mögen die anderen auch viel Gutes erwirken, wie Martha es getan hat, so erfüllt dieser Mensch den Dienst Mariens: zu Füssen des Herrn lauscht er seiner Stimme. Und er hat das Bessere gewählt.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Blogzuwachs

Die katholische Blogoezese wächst und wächst und wächst. Zwar unterschiedlich schnell und hin und wieder steigt auch mal wieder jemand aus, aber im ganzen ist doch ein deutlicher Aufwärtstrend sichtbar. Daher kann leider nicht jeder Blog hier individuell gewürdigt werden. Dafür ist die große Liste zuständig, die der Predigtgärtner betreibt. Aber hin und wieder möchte ich doch schon auf einen Blog aufmerksam machen, wohl wissend, wie wenig Wirkung dies bei einem so kleinen Blog wie dem meinen hat. Worüber ich mir diesmal allerdings keine Gedanken mache, denn neben dem Predigtgärtner haben bereits andere Größen der Szese diesen Blog empfohlen.

Ich schreibe von et nunc.

Betrieben wird der Blog von jos.m.betle, der bereits den sehr empfehlenswerten Blog Brunonis betreibt und von dem wir uns alle fragen, ob er nun von dies- oder jenseits einer Klosterpforte bloggt.
Wer nun Brunonis schon kennt, dem muss ich hier nichts groß ans Herz legen, der weiss schon, welche hohe Qualität er erwarten kann. Und wer es nicht kennt, dem darf ich ans Herz legen, sich beiden Blogs zu widmen.

Abt Serapion über die Gefahr nach dem Sieg

Letztens hat uns Abbas Serapion gemahnt, unseren Sieg über eine Sünde nicht etwa uns selbst zuzuschreiben, sondern dem wahren Urheber des Triumphes, Gott. Nun legt er uns dar, wie gefährlich es ist, wenn wir das nicht tun. Dabei konzentriert er sich besonders auf die Gaumenlust, denn sie ist der Anfang aller fleischlichen Sünden und hat den Wüstenvätern, die sich den meisten anderen Aufreizungen der Welt entzogen hatten, besonders zugesetzt. Was er aber über Gastragesima sagt, das gilt auch von jeder anderen Sünde, von der wir meinten, wir hätten sie bezwungen und seien nun auf dem Weg zur Vollkommenheit ein Stück fortgeschritten:
Über diese acht Sünden wird im Evangelium Folgendes angedeutet: „Wenn aber der unreine Geist von einem Menschen ausgegangen ist, irrt er umher durch öde Gegenden, sucht Ruhe und findet sie nicht. Dann sagt er: Ich will zurückkehren in das Haus, von welchem ich auszog. Und nun kommt er, findet es leer, mit Besen gereinigt und geziert. Da geht er hin, nimmt sieben andere Geister mit, die ärger sind als er, und sie ziehen ein und wohnen dort, und es werden die letzten Dinge dieses Menschen ärger als die ersten.“ Siehe, wie wir dort von sieben Völkern lesen, mit Ausnahme des ägyptischen, von welchem die Söhne Israels weggezogen waren, so heißt es auch hier, daß sieben unreine Geister zurückkehren, mit Ausnahme dessen, der, wie gesagt wurde, von dem Menschen vorher ausgegangen war. Von diesem siebenfachen Zunder der Laster schreibt auch Salomon in den Sprüchwörtern: „Wenn dich dein Feind bittet mit lauter Stimme, so gib ihm nicht nach; denn sieben Bosheiten sind in seinem Herzen,“ d. h. wenn der überwundene Geist der Gastrimargie anfängt, dir mit seiner Verdemüthigung zu schmeicheln, gleichsam bittend, du möchtest ein Bischen nachlassen in dem angefangenen Eifer und ihm geben, was das Maaß der Enthaltsamkeit und das Gesetz der gerechten Strenge überschreitet, so laß dich durch seine Unterwerfung nicht umstimmen; und wenn dir die Sicherheit vor Anfechtung lächelt, in der du dich ein wenig vor der fleischlichen Brunst in Ruhe findest, so kehre ja nicht zu der frühern Gemächlichkeit oder den alten Begierden des Gaumens zurück. Denn damit sagt jener Geist, den du besiegt hattest: „Ich will zurückkehren in mein Haus, von dem ich ausgegangen bin;“ und die sieben sogleich aus ihm hervorgehenden Geister der Laster werden für dich ärger sein als jene Leidenschaft, welche in ihren Anfängen überwunden worden war, und sie werden dich bald zu schändlichern Arten von Sünden hinreissen.
Quelle: hier.

Montag, 10. Dezember 2012

Abt Serapion über die Hilfe Gottes beim Sieg über die Laster

Nachdem wir beim letzten mal aus dem Mund des Vaters Serapion gehört haben, wie wir mit dem Kampf gegen die Sünde beginnen sollen, so hören wir jetzt, wie wir nach dem Sieg uns verhalten müssen. Denn es ist ja nicht so, dass all unser Leben ein einziges Fallen oder einziges Siegen wären. Vielmehr können wir an uns mitunter kleine oder größere Erfolge über eine Sünde feststellen. Dieser Moment ist ebenso schön wie kritisch. Denn es kommt nun darauf an, mit welcher Haltung ich den Sieg betrachte. Ist es mein Sieg, weil ich es geschafft habe die Sünde niederzuringen, oder ist es der Sieg Gottes, der an mir gehandelt hat?
Wir dürfen deßhalb sicher sein, da uns sowohl die Erprobung der Thatsachen als unzählige Zeugnisse der hl. Schriften lehren, daß aus unsern Kräften, wenn wir nicht einzig gestützt würden durch die Hilfe Gottes, wir solche Feinde nicht besiegen könnten, und daß wir also auf ihn jeden Tag unsern ganzen Sieg beziehen müssen. Dazu ermahnt uns auch Gott durch Moses in folgender Weise: „Wenn der Herr dein Gott sie vor deinen Augen vernichtet haben wird, so sage nicht in deinem Herzen: Wegen meiner Gerechtigkeit hat mich der Herr hereingeführt, dieses Land zu besitzen, da jene Nationen wegen ihrer Ungerechtigkeit vernichtet worden sind. Denn nicht wegen deiner Gerechtigkeit und der Geradheit deines Herzens wirft du einziehen zum Besitz ihres Landes, sondern weil jene Ruchloses gethan, so sind sie bei deinem Einzüge vernichtet worden.“ Ich frage, wie man noch deutlicher reden könnte gegen unseren verderblichen Dünkel und Hochmuth, in welchem wir all unser Thun dem freien Willen oder unserm Eifer anrechnen wollen. Sage nicht, spricht er, in deinem Herzen, wenn der Herr dein Gott sie vor deinen Augen vernichtet hat: Wegen meiner Gerechtigkeit hat mich der Herr hereingeführt zum Besitze dieses Landes! Sagt er damit nicht Jedem, der offene Geistesaugen hat und Ohren zum Hören, ganz deutlich: Wenn dir die Kämpfe gegen die fleischlichen Laster gut gelungen sind, und du siehst dich von ihrem Schmutz und dem Wandel dieser Welt befreit, so schreibe das nicht im Hochmuth über den Erfolg des Kampfes und Sieges deiner Kraft und Weisheit zu und glaube nicht, daß du durch dein Mühen und Streben und deinen freien Willen über die geistigen Bosheiten und fleischlichen Laster gesiegt habest. Diese hättest du ohne Zweifel in Nichts ganz überwinden können, wenn dich nicht Gottes Hilfe gestützt oder geschützt hätte.
Quelle: hier.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Extreme Papsting spezial: Leo XIII.

Nachdem Johannes hier ein Bild Papst Leos XIII. gepostet und Alipius vor Zeiten hier auch etwas zusammengestellt hat, bin ich natürlich herausgefordert nachzulegen. Deshalb gibt es heute ein paar Leo-Bilder:


 
 

 


 

 

 
 

Samstag, 8. Dezember 2012

Antikreuznetschwur

Dieser Schwur ist von jedem Katholiken abzulegen:

Ich, N.N._in, schwöre hiermit feierlich bei der Mutter-Göttin, den Heiligen Drei Schwestern/Müttern/Cousinen, dem_r glorreichen Seinsurgrund_in, der_m himmlischen Weltengebärer_in und bei diesem heiligen, allweisen und unfehlbaren Buch, dass ich niemals etwas in kreuznet veröffentlicht habe, niemals etwas in kreuznet kommentiert habe, niemals kreuznet aufgerufen habe, niemals etwas von kreuznet gehört habe ohne meine Empörung auszudrücken, es scharf zu verurteilen und mich anschließend im Wasser der durch die großen Weihen der Priesterinnen und Bischöfinnen geheiligten Donau zu reinigen, niemals etwas, was in kreuznet geschrieben wurde, unterstützt, vermutet, gedacht oder geträumt habe auch wenn ich nicht wusste, dass es in kreuznet gestanden hat. Ich schwöre des Weiteren, dass ich die Abschaltung von kreuznet vorbehaltlos unterstützte und mich mit allen Kräften dafür einsetzen werde, dass niemals wieder eine solche Seite entsteht. Ich werde jeden, von dem ich glaube, er könne bei kreuznet oder seinen Nachfolgern veröffentlicht oder kommentiert haben oder der hätte verlinkt werden oder mit kreuzet sympathisieren können etc. zur Rede stellen, ihn vor die Rätin der Gerechtigkeit und Gleichheit zerren und für seine Exkommunikation aus der Gemeinschaft der Mitmenschlichkeit und seine Verbannung nach Sibirien eintreten. Sollte ich aber, was die Mutter-Göttin verhüten möge, einmal gegen diesen Schwur zuwiderhandeln oder bereits gegen ihn zuwidergehandelt haben, dann möge mich der Blitz treffen, meine Eingeweide mögen faulen und aufplatzen, ich möge erblinden und taub werden, meine Haare mögen mir ausfallen und ich möge an einer Papstmesse teilnehmen müssen.

Samstäglicher Newsticker

Wien: Der Vizesprecher der Ungehorsamsinitiative der Österreichischen Priester sprach sich für ein hartes und entschlossenes Vorgehen gegen Mitarbeiter von kreuznet aus. Man verlange von allen Priestern und kirchlichen Mitarbeitern absoluten Gehorsam, wenn es darum geht, solche unchristliches Verhalten auszulöschen. Dass die Kirche so lange kreuznet habe bestehen lassen zeige zudem, dass es richtig sei, ihr gegenüber ungehorsam zu sein.

Berlin: Frau Dr. Erdfrau-Witzelstein, Sprecherin der Gemeinschaft für eine Gleiche Kirche forderte die Einführung eines Antikreuznet-Eides für alle Katholiken. Jeder, besonders aber soutanierte Priester, ständen im Verdacht, Mitarbeiter, Sympathisanten, Leser oder Leute zu sein, die einfach nur mal von kreuznet gehört ohne danach die Muttergötting um Vergebung angerufen zu haben. Ein entsprechender Eid sei daher dringend geboten. Geschworen solle der Eid, um ganz sicher zu gehen, auf das christliche Zentralreferenzwerk "ICH und Jesus. Wie Ich Jesus erklärt habe was er zu wollen gehabt hätte" von Wilhelime Küsselbecker.

Rom/Frankfurt: Wie die FIZ (Freie Intelligente Zeitung) berichtete, schafft der Vatikan in letzter Zeit Raubkatzenbabys in größerem Stil an, wie ein Photo des Papstes mit einem kleinen Löwen beweise. Die Zeitung vermutete, man wolle die Katzen später dazu einsetzen, freidenkende Katholiken in die Löwengrube zu werfen.

Berlin/New York: Studien der CO2-Bilanz der deutschen Bischöfe schrecken die Organisation "Green-Christians" auf. Die Vorsitzende der Organisation Terribila McFilth bezeichnete es als Katastrophe, dass die deutschen Bischöfe es immer noch nicht eingesehen hätten, dass es nicht darauf ankomme, was sie predigen oder ob sie Jesus-Christus authentisch verkündigen, sondern wieviel CO2 sie ausstoßen. Sie lobte jedoch die evangelischen Bischöfe, die es wenigstens versuchten. Die katholischen Hirten jedoch seien durch ihre Dienstwagen endgültig diskreditiert. Ausgenommen von der Kritik sei jedoch Bischof Pfundmann aus Österreich. Er weise eine außerordentlich gute CO2-Bilanz aus. Grund: Er fährt mit der Barockkutsche.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Evagrius Ponticus über die Prüfungen

Evagrius Ponticus: Spruchlehre über das Gebet:
"Wer die Prüfungen besteht, der erntet Freude. Wer das Unangenehme erträgt, wird auch das Angenehme beherrschen."
Quelle: Kleine Philokalie, S. 143.

Abt Serapion vom Beginn des Kampfes wider die Sünde

Aller Anfang ist schwer, sagt der Volksmund. Was beim Kochen, Skifahren oder beim Schreiben von Hausarbeiten gilt, das gilt auch hier. Es ist nicht einfach damit zu beginnen, den Kampf gegen die Sünden aufzunehmen. Es ist sogar noch wesentlich schwerer als bei den oben genannten Dingen, denn unsere sündhafte Menschennatur drängt uns zur Sünde. Die erste Frage, die sich der Christ dabei stellt, ist, wo er denn anfangen soll. Denn nach reiflicher Überlegung und einer ehrlichen Schau in sein Inneres muss er feststellen, dass die Baustellen zahlreich sind. So zahlreich, dass man es doch am besten lassen sollte? Nein! Der Abt Serapion schont uns nicht, doch mit klarem Blick zeigt er uns, wie wir den großen Haufen angehen können:
Deßhalb müssen wir gegen sie den Kampf so aufnehmen, daß Jeder nach Erforschung des Lasters, das ihn am meisten angreift, gegen dieses den Hauptstreit richte, indem er alle Sorge und Sorgfalt des Geistes auf die Beobachtung und Bekämpfung desselben heftet, auf dieses mit den täglichen Pfeilen der Fasten zielt, gegen dieses jeden Augenblick das Stöhnen des Herzens und zahlreiche Geschoße der Seufzer schleudert, die Mühen des Wachens und die inneren Betrachtungen darauf verwendet, unaufhörlich sein Gebet in Thränen vor Gott ausgießt und die Überwindung der Versuchung von ihm besonders und beständig erbittet.
Denn es ist unmöglich, über irgend eine Leidenschaft einen Triumph davon zu tragen, ehe man eingesehen hat, daß man durch eigenes Ringen und Mühen den Sieg im Kampfe nicht erlangen könne, obwohl es zur Erlangung der Reinigung nothwendig ist, Tag und Nacht in aller Sorge und allem Eifer zu verharren. Wenn sich nun Einer von dieser Leidenschaft befreit fühlt, so durchforsche er aufs Neue die Schlupfwinkel seines Herzens in gleicher Absicht und suche, welche von den Übrigen Leidenschaften sich ihm als die unheilvollere zu erkennen gebe, und erhebe gegen sie besonders alle Waffen des Geistes. So wird er immer, wenn die stärkeren überwunden sind, einen schnellen und leichten Sieg über die andern gewinnen, weil sowohl der Geist durch die fortschreitenden Triumphe stärker wird als auch der nachfolgende Streit mit den schwächern ihm ohnehin den Erfolg im Kampfe leichter macht. Diese, sage ich, nehmen gegen jene Thiere, welche sie als kampffähiger durch ihre Kraft oder als gefährlicher durch die Wuth ihrer Wildheit erkennen, zuerst den Zusammenstoß und Kampf auf, und wenn diese getödtet sind, werfen sie die weniger furchtbaren und wüthenden in leichterer Vernichtung nieder. So werden wir auch uns, wenn die mächtigern Laster überwunden sind und die schwächeren nachfolgen, ohne jede Gefahr einen vollkommenen Sieg verschaffen.
Denn daß wir diese Kampfesordnung einhalten müssen, ohne jedoch auf unsere eigene Kraft zu vertrauen, das lehrt auch der Gesetzgeber mit diesen Worten (Deut 7,21ff): „Fürchte sie nicht, weil der Herr dein Gott in deiner Mitte ist; der große und furchtbare Gott selbst wird diese Nationen vor deinen Augen vertilgen allgemach und Theil um Theil. Du wirst sie nicht zugleich vernichten können, damit nicht etwa zu viel werde wider dich das Gethier der Erde. Aber es wird sie dir preisgeben der Herr dein Gott vor deinem Angesichte und wird sie tödten, bis sie ganz vernichtet sind.“
Quelle: hier.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Liberale Katholiken

Bildquelle hier

Abt Serapion über die Ruhmsucht

Die Wüstenväter waren die großen Meister des geistlichen Lebens. Keine Schwäche der Menschen war diesen Männern unvertraut. Daher wussten sie auch, dass manche Sünden nicht nur Nachteile hatten, sondern sich partiell auczh als Vorteil herausstellen konnten. So weiss der Abt Serapion, wo die Ruhmsucht auch nützlich für den geistlichen Kampf sein konnte:
In einem Falle kann jedoch die Ruhmsucht mit Nutzen von den Anfängern angenommen werden, aber nur von denen, die noch von fleischlichen Lastern gereizt werden. Möge also ein Solcher zur Zeit der Bedrängniß durch den Unzuchtsgeist sich entweder die Würde des priesterlichen Amtes vorstellen oder dieß öffentliche Meinung, in der er für heilig und unbefleckt gilt, und möge so die Stachel der unreinen Begierde als schändlich und sowohl seines Rufes als dieses Standes unwürdig wenigstens durch diese Betrachtung vermeiden, indem er ein größeres Übel durch ein kleineres zurückdrängt. Denn es ist für Jeden besser, durch den Fehler der Ruhmsucht verwundet zu werden, als in die Gluth der Unzucht zu fallen, aus der es nach dem Falle keine oder doch kaum eine Herstellung gibt. Diesen Gedanken hat an Gottes Statt einer der Propheten trefflich ausgedrückt, indem er sagt: „Um meinetwillen werde ich entfernen meinen Zorn, und durch mein Lob werde ich dich zügeln, daß du nicht untergehest,“ d. h. damit du durch das deiner Ehrsucht gebotene Lob ergriffen werdest und ja nicht in die Tiefe der Hölle stürzest und unwiderruflich in vollendeten Todsünden untergehest. Es ist auch nicht zu wundern, wenn dieser Leidenschaft eine solche Kraft innewohnt, daß sie Jeden, der in den Schmutz der Unzucht fallen will, im Zaume zu halten vermag, da durch die Erfahrungen Vieler gar oft erprobt worden ist, wie sie den, welchen sie einmal durch den Pesthauch ihres Giftes verdorben hat, unermüdlich macht, so daß sie ihn nicht einmal ein zwei- oder dreitägiges Fasten fühlen läßt.
Doch der Abbas warnt uns auch:
denn obwohl es erträglicher ist, dem Laster der Ehrsucht als dem der Unzucht zu dienen, so kommt man doch härter aus der Herrschaft der Ehrsucht heraus; denn der gleichsam in weitere Ferne geführte Gefangene wird nur mit größerer Mühe in sein Vaterland und die heimathliche Freiheit zurückkehren, und mit Recht wird an ihn jener Tadel des Propheten gerichtet: „Warum bist du alt geworden im fremden Land?“ Mit Recht nemlich heißt Der „alt geworden im fremden Land“, welcher sich nicht erneuert durch die Lossagung von irdischen Lastern.
Quelle: hier

Montag, 3. Dezember 2012

Geduld und Gebet

"Wieder ein Spruch: In was immer du dich als Philosoph erweist, indem du es mit Geduld erträgst, das wirst du zur Zeit des Gebetes als Frucht finden."
Quelle: Weisungen der Väter, Spruch 551.

Das ist Demut

Augustin Guillerand:
Gott und Sein sind identisch. Der Mensch ist nur, wenn Gott ihm das Sein mitteilt. Auf dieser Verbindung beruht Religion. Und das Gebet - das im Grunde nichts anderes ist als gelebte Religion - ist jene Grundhaltung der Seele, die anerkennt, daß sie alles empfängt und nur das hat, was sie empfängt. Das einzugehen macht das Wesen des Gebetes aus, und nichts anderes heißt Demut.
Darum ist das Vaterunser das vollkommene Gebet und vollkommener Ausdruck des religiösen Lebens. Der Vater ist der, der alles schenkt, aber auch der, der ist. Er schenkt nur, weil Er ist was Er ist. Im Vaterunser ist aller Reichtum der Schöpfung zusammengefasst. Wir sollten ihn darin entdecken, wenn wir beten. Wir sollten uns mit einem raschen Blick all diese unzähligen Geschöpfe vorstellen, von denen wir nur einen winzigen Teil erkennen, die uns entzücken oder blenden und die eine solche Weisheit und Macht voraussetzen. Wir sollten diese Weisheit und Macht in ihm anbeten, der sich uns im Seelengrund schenkt, der uns bildet und uns all das mitteilt, was wir an Sein und Leben haben. Dann würden wir uns ihm zu Füßen, vor sein Angesicht, im Bewußtsein unseres eigenen Nichts, niederwerfen. Das ist Demut.
Quelle: Augustin Guillerand: Im Angesicht Gottes. Gebetserfahrungen eines Kartäusermönchs, S. 58f.

Samstag, 1. Dezember 2012

Abt Serapion über die acht Hauptlaster

Der Advent ist ja nicht nur die Zeit hektischer Weihnachtseinkäufe, Benzinhaltiger Adventskalender und ach-so-besinnlicher Weihnachtsmärkte, sondern auch eine Zeit der Einübung auf das Weihnachtsfest. Einübung, das heisst Askese, das heisst, sich für das Fest der Menschwerdung des Herrn zu bereiten. Für diese Bereitung möchte ich hier - aufgrund mangelnder eigener Kompetenz - die großen Meister der Askese zu Wort kommen lassen, die Wüstenväter. Diese sind uns besonders von Johannes Cassian ünberliefert, aus dessen Hauptwerk, den Collationes, in nächster Zeit öfters zitiert werden soll.
Fangen wir damit an, dass wir erstmal die Hauptsünden beim Namen nennen:
Acht Hauptlaster gibt es, welche das menschliche Geschlecht beunruhigen, nemlich das erste die Gastrimargie, welches bedeutet die Völlerei des Bauches; das zweite die Unzucht; das dritte die Philargyrie, d. i. der Geiz oder die Geldliebe; das vierte der Zorn; das fünfte die Traurigkeit; das sechste die Acedia, d. i. die Engherzigkeit oder der Überdruß des Herzens; das siebente die Cenodoxie, d. i. die Prahlerei, das eitle Rühmen; das achte der Hochmuth.
Und weil der Blog hier ja immer noch Demut Jetzt heisst, wollen wir uns mit den beiden Sünden beschäftigen, die ihr entgegenstehen: Der Ruhmsucht und dem Hochmuth:
Damit wir nun in der vorgenommenen Ordnung auch über die Bethätigung der übrigen Leidenschaften sprechen, — deren Aufzählung zu unterbrechen uns die Darstellung der Gastrimargie und der Versuchung des Herrn genöthigt hat, — so pflegen die Ruhmsucht und der Hochmuth auch ohne jede Beihilfe des Körpers verwirklicht zu werden. Denn worin bedürfen die einer fleischlichen That, welche je nach ihrer Beherrschung oder freien Begierde allein durch das Verlangen nach dem zu erwerbenden Lobe oder dem zu erreichenden Menschenruhm genug Schaden für die gefangene Seele erzeugen? Oder welche körperliche Bethätigung fand statt bei dem alten Hochmuthe jenes vorgenannten Lucifer, und wie hätte er ihn nicht allein im Innern und im Gedanken gefaßt, da doch der Prophet so spricht: „Der du gesprochen in deinem Herzen: Zum Himmel will ich aufsteigen, über Gottes Sterne erhöhen meinen Thron; … will aufsteigen über die Höhe der Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.“ Wie dieser Niemanden zum Anstifter seines Hochmuthes hatte, so hat ihm auch der Gedanke allein die Vollendung des Verbrechens und des ewigen Sturzes zu Stande gebracht, obwohl keine Werke seiner angemaßten Herrschsucht nachfolgten.
Wie stehen nun diese beiden Sünden im Verhältnis zu den übrigen Sünden und zueinander?
Die zwei übrigen, nemlich die Prahlsucht und der Hochmuth, sind zwar gleichfalls unter sich auf eine solche Weise verbunden, wie wir von den obigen Lastern sagten, so daß die Zunahme des einen zum Anfang des andern wird, — so erzeugt die überwuchernde Ruhmsucht den Zündstoff des Hochmuths; — aber sie weichen doch von jenen sechs vorigen Sünden ganz ab und sind durch keine ähnliche Gemeinschaft mit ihnen verbunden. Sie erhalten nemlich nicht nur von jenen keine Veranlassung zu ihrer Entstehung, sondern werden auch in gerade entgegengesetzter Weise und Ordnung erregt; denn wenn jene ausgerissen sind, setzen diese reichere Früchte an, und durch den Tod jener keimen und wachsen diese lebendiger. Deßhalb werden wir auch in anderer Weise von diesen beiden Lastern angefochten; denn in jedes jener sechs Laster fallen wir dann, wenn wir von dem ihm vorhergehenden überwunden sind; aber in die Gefahr dieser beiden gerathen wir als Sieger und am meisten nach Triumphen. Wie nun alle Sünden durch das Wachsthum der frühern erzeugt werden, so werden sie auch durch deren Verminderung entfernt. Aus diesem Grunde muß die Ruhmsucht erstickt werden, damit der Hochmuth ausgemerzt werden könne. So werden immer, wenn die vorhergehenden überwunden sind, die nachfolgenden ruhen und nach Erlöschung der ersten Leidenschaften die übrigen ohne Mühe schwinden.
Quelle: hier, da, dort.

Samstäglicher Newsticker

Brüssel: Um zu verhindern, dass Andersgläubige durch das Christentum in ihrer religiösen Anschauung beleidigt werden und um endlich eine neutrale gesellschaftliche Umgebung herzustellen, hat die EU-Kommission eine Verordnung vorgeschlagen, mit der das Tragen von Ordenskleidung, Soutane, Kollar, Kreuzhalsketten und anderen religiösen Kleidungsstücken im öffentlichen Raum verboten wird. Auch solle man nicht mehr im öffentlichen Raum das Stundengebet oder den Rosenkranz beten oder das Kreuzzeichen machen dürfen.

Hamburg: Imam Saif al Islam bin Osama Fātih erklärte, er wolle gegen die neue geplante Verordnung der EU-Kommission Klage beim europäischen Menschenrechtsgerichtshof Klage einreichen. Begründung: Es ist einem Muslim nicht zuzumuten, in einer religiös neutralen Umgebung zu leben. Der Westen muss endlich anerkennen, dass das Menschenrecht des Muslims auf Religionsfreiheit und Schutz des Glaubens nur dann gewahrt ist, wenn endlich überall dort, wo Muslime leben, der Islam als normgebende Religion anerkannt und gelebt wird.

Straßburg: Der Sprecher des europäischen Gerichtshof erklärte, man werde die Klage des Hamburger Imam, sollte sie eingereicht werden, prüfen. Bzgl. des Kommentars eines katholischen Bischofs, der ungenannt bleiben will, die Haltung des Imams diskriminiere massiv alle Christen der EU erklärte der Sprecher des Gerichts: Das Christentum ist eine Unterdrückerreligion. Als solche kann sie im Sinne der Menschenrechte nicht diskreminiert werden.

Köln: Der Sprecher der Gemeinschaft "Christen für eine bunte Regenbogenwelt" hat das Vorgehen des Bistums Mainz im Fall Jolie nachdrücklich kritisiert. Es sei unangemessen, mit einem geistigen Brandstifter und Hetzpropagandist wie Pfarrer Jolie derart moderat umzugehen. Man spreche sich daher für die Laisierung des Priesters sowie seine Verbannung nach Grönland aus. Auf die Frage der Redaktion, ob nicht Mäßigung und Vergebung Teil der christlichen Lehre seien und Pfarrer Jolie Einsicht gezeigt habe, erklärte der Sprecher: Rechts-konservative Priester können per se keine Einsicht haben und als Jesus von Vergebung sprach hat er die nicht gemeint.

Wien: Helmut Schüller, Sprecher der Pfarrer-Initiative, reagierte irritiert auf die Aberkennung seines päpstlichen Ehrentitels. Er könne sich gar nicht vorstellen, warum man ihm in Rom den Titel aberkennen wolle. Schließlich habe er ja nichts gesagt oder getan, was nicht mit den Grundsätzen der Kirche übereinstimmen oder was der kirchlichen Lehre auch nur irgendwie nicht entsprechen würde.

Frankfurt am Main/Einsiedeln: Gerüchten zufolge soll der Abt von Einsiedeln den Vorschlag gemacht haben, Kinder, Omas und Hunde zu Kardinälen auf Zeit zu machen. Diesen Bericht kann die Redaktion nicht bestätigen, wir sind ja kein Satirelabel.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...